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Mehr Chaos!

Von Vera Bartholomay | 27.Juni 2017

Steinwüste

In meinem Wohnviertel beobachte ich seit langem eine seltsame Entwicklung. Die teilweise sehr bunten und lebendigen Vorgärten vor den kleinen Reihenhäuschen werden ausgegraben, entfernt und ersetzt durch eine Steinwüste. Mal einfach Beton, bei den Designbewussteren durch Dekorsteine und eine einzelne verlorene Pflanze oder ein Bäumchen. Ich kenne die meisten Besitzer. Sie sind jung und stark genug, einen kleinen Vorgarten pflegen zu können. Was ist also los?

Ein Garten bringt Unordnung. Die Pflanzen blühen nicht immer so wie geplant. Sie erreichen nicht die vorgesehene Größe. Mal werden sie nichts, mal wuchern sie und erschlagen die anderen. Sie brauchen Wasser und gelegentlich einen Schnitt. Die Schnecken kommen, das Unkraut breitet sich aus. Selten wird ein Garten so, wie wir es geplant hatten oder wie unsere Vorstellung war. Ein Garten ist eigensinnig und nur einige Faktoren lassen sich beeinflussen.

Warum ist aber das Unberechenbare, das gelegentliche Chaos, die Interaktion mit einer Natur zu einer Belastung geworden?

Wenn ich es auf unser Leben übertrage:

Wo ertrage ich nicht, dass etwas entsteht, was ich nicht so geplant hatte? In meinem Garten kommen ständig Pflanzen zum Vorschein, die ich niemals gepflanzt habe, die ich teilweise gar nicht kenne. Was ich immer wieder spannend finde, es sind lauter Geschenke vom meinem Garten an mich. So wie mein Leben auch immer Überraschungsgeschenke an mich hat (die nicht immer so ganz meinen Geschmack treffen…).

Was mache ich, wenn das, was ich ins Leben „gepflanzt“ habe, auf einmal viel zu viel Raum einnimmt, vielleicht andere Bereiche meines Lebens einschränkt?

Schaffe ich es, hier und dort etwas zu stutzen, eine sinnvolle Struktur hineinzubringen, ohne die Lebendigkeit zu töten?

Wo sollte ich mich vielleicht sogar darin üben, etwas Chaos zu ertragen?

Was nehme ich mir weg, wenn ich versuche, das Leben „im Griff“ zu haben?

Bin ich bereit, mit anderen Kräften in meinem Leben – mit anderen Menschen, mit der Natur, mit dem Schicksal – ins Gespräch zu gehen, um gemeinsam eine für alle gut lebbare Lösung zu finden?

 

Themen: Lebensfragen, Natur, Persönlichkeitsentwicklung, Therapeutic Touch | Kein Kommentar »

Kraftquelle Natur – Seminar in Norwegen 2018

Von Vera Bartholomay | 12.Juni 2017

Schärenlandschaft an der norwegischen Südküste

Norwegen hat nicht nur eine atemberaubende Landschaft, sondern auch eine außergewöhnliche energetische Ausstrahlung. An vielen Orten lässt sich das besonders gut wahrnehmen. An einigen davon möchte ich mit einer exklusiven Kleingruppe mit den Energien in der Natur arbeiten. Ich bin in dieser Landschaft groß geworden und kenne einige besonders magische Stellen.

Die Gruppe verbringt eine Woche in einem großen Haus in der Schärenlandschaft am Meer in Südnorwegen. In dieser Zeit geht es um die eigene Person und die energetische Wirkung der nordischen Natur. Wir werden so viel wie möglich draußen sein und dabei die archaische Landschaft der norwegischen Südküste bewusst in uns aufnehmen.

Es geht um die großen Lebensthemen, um deinen Platz und deine Aufgabe in der großen Verbundenheit. Mit kleineren Wanderungen, Zeiten in der Stille und natürlich auch etwas touristischem Programm und Erholung. Wir werden u.a. einen ganzen Tag im Trollwald an der Endmoräne der Eiszeit erleben und uns mit der unendlichen Meereslandschaft auseinandersetzen. Wir werden die Wirkung jahrtausender alter Steinkreise erspüren und alte Wikingergräber entdecken.

In den bisherigen Gruppen fanden intensive Begegnungen statt und so manches Mal wurden neue Freundschaften geschlossen. Es wurden tiefe und bewegende Lebensgeschichten geteilt, viel Halt und Mitgefühl gezeigt. Sozusagen im Gehen entstand unser Weg – unser Thema für diese einzigartige Woche wurde Schritt für Schritt klarer. Jede ging im eigenen Tempo – innerlich und äußerlich.

Wir haben Natur erlebt, die „so schön ist, dass es fast weh tut“, wie eine Teilnehmerin es ausdrückte. Die Geschichte der Landschaft und der Menschen, die seit Jahrtausenden hier gelebt haben, zeigte sich für uns in einer erstaunlichen Klarheit.

Jeden Tag an einem anderen Ort.

Die Arbeit mit den Energien, die wir hier erspürten, und mit Personen, die offen waren für neue Schritte, war an solchen Kraftplätzen von einer ganz besonderen Intensität und dennoch voller Leichtigkeit.

2018 wird wieder eine solche Reise für eine deutschsprachige Gruppe angeboten:

Montag 11.-Montag 18. Juni 2018

Kleingruppe mit max. 8-9 Personen, so dass eine intensive individuelle Begleitung möglich sein wird.

Kosten: Frühbucherpreis bis 1.12.17 – 1290 EUR (für das Seminar und 1 Woche Unterkunft in Doppelzimmern) – danach 1390 EUR – die letzte Anmeldemöglichkeit ist 15.1.18.

Einzelzimmerzuschlag: 100 EUR (begrenzte Anzahl)

Mögliche Ermäßigungen:
100 EUR für alle, die bereits ein solches Seminar in Norwegen mitgemacht haben und es gern nochmal erleben wollen.
1 einzelnes Einzelzimmer hat ein Fenster zum Felshang, ist deshalb recht dunkel und wird ohne EZ-Zuschlag berechnet.

Die Gruppe wohnt gemeinsam in einem Haus am Meer in der Kleinstadt Grimstad an der Südküste, einem attraktiven Urlaubsort mit kleinen weißen Holzhäuschen und viel Flair. Der Strand ist zu Fuß erreichbar.

Die Gruppe kauft gemeinsam auf eigener Rechnung ein und kocht zusammen, damit die Kosten für die Verpflegung in einem hochpreisigen Land wie Norwegen nicht zu hoch werden.

Die Anreise muss jeder selbst organisieren und finanzieren. Ich bin aber gern behilflich mit Tipps und eventuell mit einer Koordination der Gruppenanreise. Bitte keine Anreise buchen, bevor eine verbindliche Zusage vorliegt. Der nächste Flughafen ist Kristiansand S (Kjevik), Autoanreise mit der Fähre Hirtshals-Kristiansand von Dänemark aus. Ein Auto wird vor Ort nicht erforderlich sein.

Du brauchst für diese Reise keine Vorerfahrung mit Energiearbeit – es wäre aber gut, wenn du etwas „spürig“ wärest. Genaueres können wir gern in einem persönlichen Gespräch klären.

 

 

Themen: Berührung, Gesundheit, Glück, Lebensfragen, Lebensrad, Natur, Norwegen, Persönlichkeitsentwicklung, Seminare, Spiritualität, Therapeutic Touch | Kein Kommentar »

Lichtzeichen – eine neue Gemeinschaft

Von Vera Bartholomay | 28.Mai 2017

Lichtzeichen
Bild von Vera Bartholomay

 

Gehörst du zu den Menschen, die sich Gedanken machen über die vielen Aspekte unseres Menschseins, die das Licht suchen und Zeichen setzen wollen für eine hellere Zukunft? Ohne dabei die dunklen Seiten zu übergehen, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen, wenn es lichter werden soll. Dann ist unsere neue, stärkende Lichtzeichen-Gemeinschaft vielleicht etwas für dich?

Ab September 2017 möchte ich mit euch zusammen den Fokus auf das Leuchten richten.  Zweimal im Monat bekommt ihr Post von mir mit unterschiedlichen Themen und Anregungen. Damit wir eine wirkliche Gemeinschaft werden, wäre es schön, wenn einige von euch anschließend  – natürlich immer nur freiwillig und anonym – ihre eigenen Gedanken zu diesen Themen mit uns allen teilen. Im nächsten Brief leite ich dann eine Auswahl davon an die Gemeinschaft weiter.

2016 gab es bereits einmal eine kleinere Variante einer solchen Licht-Gruppe, die uns eindrücklich gezeigt hat,  wie viel eine solche Gemeinschaft in Gang bringen kann. Die vielen Gedanken und Impulsen, die zwischen uns allen hin und her geflossen sind, haben tief berührt und bewegt.

Wollen wir gemeinsam weitere Lichtzeichen in die Welt schicken?

Wie läuft es konkret? Du bekommst 12 Briefe mit unterschiedlichen Themen von Mitte September 2017 bis Mitte März 2018.

Dein Einsatz: Frühbucherpreis bis 15. Juli 2017: 39 EUR (danach regulärer Preis 49 EUR)

Anmeldung: Per Mail an info@therapeutic-touch-bartholomay.com

Zum Reinschnuppern: Hier findest du den ersten Teil der „Lichtzeichen“ in 2016 – damit du einen Eindruck von der Art der möglichen Inhalten bekommst.

Bist du dabei?

Herzlichst,
Vera Bartholomay

Themen: Alltagsfunken, Berührung, Glück, Inspirationen, Lebensfragen, Persönlichkeitsentwicklung, Spiritualität | Kein Kommentar »

Mitgefühl in der Wirtschaft – Buchempfehlung

Von Vera Bartholomay | 26.Mai 2017

 

Buch von Tania Singer und Matthieu Ricard

Ein Forschungsbericht von Tania Singer und Matthieu Ricard

In diesem Buch diskutieren Wirtschaftsvertreter mit Neurowissenschaftlern und spirituellen Meistern darüber, ob eine Wirtschaft denkbar ist, in der es um das Wohl der Menschen geht und dabei dennoch ein wirtschaftlicher Gewinn möglich sein kann?

Das Buch ist ein Bericht von einem der regelmäßig stattfindenden Mind & Life-Konferenzen, bei denen sich Forscher und Experten mit Vertretern kontemplativer Traditionen zum interdisziplinären Austausch treffen. „Mitgefühl in der Wirtschaft“ berichtet von einer Konferenz im 2010 in Zürich. Eingeladen hatten die deutsche Neurowissenschaftlerin Tania Singer und der französischstämmige buddhistische Mönch Matthieu Ricard. Unter den Gästen war auch der Dalai Lama.

Als Bericht von einer Konferenz hat das Buch die Schwäche, dass es im Prinzip aus aufgezeichneten mündlich gehaltenen Vorträgen besteht, was nicht immer eine gute Lesbarkeit sichert. Die Inhalte sind dennoch mehr als erfahrenswert.

Die Neurowissenschaftler Tania Singer und Richard Davidson berichten von Untersuchungen, die eindeutig belegen, dass Meditation und Mitgefühlsübung spezifische Netzwerke im Gehirn und Hormonsysteme aktivieren, die mit prosozialem Verhalten verbunden sind. Mitgefühl ist also erlernbar und verändert nicht nur unsere Gehirnstruktur, sondern auch unser Erleben und Verhalten.

Der Mönch Mattieu Ricard erläutert Mitgefühl aus buddhistischer Sicht.

Der Mikroökonom Ernst Fehr beschäftigt sich mit der Frage, ob wirklich nur Eigennutz und Eigeninteresse die Menschen motivieren.

Die ehemalige Vorsitzende der Schweizer Börse, Antoinette Hunziker-Ebneter, erklärt, wie Investmentgesellschaften soziale und ökologische Unternehmen fördern können.

Der Inder Sanjit Roy erläutert das Konzept der „Barefoot Colleges“ – ein alternatives Bildungssystem, das das schon vorhandene Wissen in der ärmeren Bevölkerung wertschätzt und nutzt, um Bildung für eine breite Bevölkerungsschicht zu ermöglichen. So werden zum Beispiel Frauen zu Solaringenieurinnen ausgebildet, obwohl sie Analphabeten sind. Die „Barefoot Colleges“ überspringen das alte Konzept von Bildung und schauen, welches Wissen auf welcher Weise vermittelt werden kann – zum Wohle aller in der Gemeinschaft. Die Solaringenieurinnen sorgen später dafür, dass ihre Dörfer mit Solarenergie versorgt werden, meist Dörfer, in denen bislang keine Stromversorgung vorhanden war. Interessanterweise bilden sie am liebsten Frauen für diese Aufgabe aus. Männer seien unbeständiger und würden gern auch ihr neu erworbenes Wissen woanders „gewinnbringender“ verkaufen, während Frauen – und darunter sogar vor allem die  Großmütter – sich stärker für die Entwicklung der eigenen Dörfer einsetzen.

Allein in Indien und Pakistan haben sie mehrere hundert Schulen gegründet, die ganz stark auch auf die Ausbildung von Mädchen fokussiert  – gerade in Indien keine Selbstverständlichkeit ­  – und die sich nach den Lernmöglichkeiten der Kinder richtet. So findet beispielsweise viel Unterricht nachmittags und abends statt, weil die Kinder tagsüber ihren Eltern bei der Feldarbeit helfen. So erfolgreich ist das Konzept der „Barefoot Colleges“ bisher, dass es mittlerweile auch in 35 afrikanischen Ländern umgesetzt wurde.

Viele interessante Gedanken und Anregungen. Es bleibt zu hoffen, dass viele Wirtschaftsvertreter auch wirklich hingehört haben……

 

Mitgefühl in der Wirtschaft

Tania Singer und Matthieu Ricard

Knaus Verlag, 2015, Preis: 16,99 EUR

Themen: Bücher, Glück, Inspirationen, Lebensfragen, Spiritualität | Kein Kommentar »

„Dankbarkeit ist Feste feiernde Liebe“

Von Vera Bartholomay | 22.Mai 2017

Ich bin durch Dich so ich

David Steindl-Rast gehört eindeutig zu meinen Lieblingsmenschen – seine Worte als Mystiker, Autor, Benediktinermönch, spiritueller Lehrer und internationaler Vorkämpfer für den interreligiösen Dialog an der Seite von großartigen Menschen wie Dalai Lama haben mich tief berührt.

Bücher wie

„Musik der Stille: Die Gregorianischen Gesänge und der Rhythmus des Lebens“

„Und ich mag mich nicht bewahren – Vom Älterwerden und Reifen“

„Einladung zur Dankbarkeit“

und so viele mehr begleiten mich seit vielen Jahren.

Sein Vortrag bei den TED-Talks „Dankbarkeit macht uns glücklich“ https://www.youtube.com/watch?v=MNrvxAvWRY4 erreichte ein Millionenpublikum.

Und seine mehrsprachigen Websites dankbar-leben.org/ , gratefulness.org und viviragradecidos.org
inspirieren immer wieder aufs Neue.

Er betont, wie wichtig es ist, sich den Anfängergeist zu bewahren – die Welt voller Staunen zu betrachten. Und wer kann das besser als er? Deutlich wird das auch in diesem Film:  https://www.youtube.com/watch?v=WAEd8ty7p18

Jetzt ist das erste autobiographische Buch des über 90-Jährigen erschienen. Wie er als Sohn aus reichem Hause in Österreich den Weg als einfacher Mönch in den USA wählte, sich zeitweise als Eremit auch aus dem Klosterleben zurückzog und erst in relativ hohem Alter anfing, seine Gedanken für uns alle aufzuschreiben.

Seine schlichte, tiefe Weisheit ist ein großes Geschenk.

„Ich bin durch Dich so ich – Lebenswege“
David Steindl-Rast im Gespräch mit Johannes Kaup
Vier-Türme-Verlag, 2016, 19,99 EUR

 

 

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Segen

Von Vera Bartholomay | 28.April 2017

In einem kleinen hinduistischen Tempel in Indien beobachte ich aus der Ferne, wie eine Großmutter mit ihrem kleinen Enkelsohn vor dem Eingang ihre Schuhe ausziehen, sich tief verbeugen und den heiligen Raum betreten. Gemeinsam gießen sie Öl auf die brennenden Lichter vor den Statuen der Götter. Mit einer sanften Handbewegung führt die Großmutter etwas Rauch zur Stirn des kleinen Jungen und berührt ihn ganz zart.

Gesegnet seist du.

Man muss keiner bestimmten Religion angehören, um sich von solchen Gesten berühren zu lassen. Jemanden segnen oder sich selbst segnen zu lassen hat eine große Kraft. Ein tieferer Ausdruck für allumfassende Liebe gibt es kaum.

Du bist gut, so wie du bist.

Alle Kräfte des Universums sollen bei dir sein und dich schützen

in dem, was du bist,

in dem, was du brauchst,

in dem, was du werden wirst.

Themen: Berührung, Glück, Inspirationen, Lebensfragen, Persönlichkeitsentwicklung | 2 Kommentare »

Herzfeuer – so wird dein Traumprojekt Wirklichkeit

Von Vera Bartholomay | 28.April 2017

Trägst du schon lange einen Traum in deinem Herzen? Von etwas, das dein Leben verändern könnte? Eine andere Art zu arbeiten und zu leben? Willst du als TT-Practitioner eine körpertherapeutische Praxis aufmachen oder geht es dir um ein ganz anderes Projekt?

Vielleicht wagst du aber nicht den entscheidenden ersten Schritt oder deine Sehnsucht ist noch von dichtem Nebel umgeben, sodass du gar nicht weißt, wie der erste Schritt aussehen könnte? Bist du voller Zweifel, ob deine Fähigkeiten genügen und du andere Menschen wirklich für dein Projekt begeistern kannst? Vielleicht hättest du gerne auch eine stärkende Gemeinschaft als Rückendeckung für deinen neuen Weg?

Dann könnte dieses Seminar etwas für dich sein.

Schritt für Schritt gehen wir klärende Fragen durch, damit dein Traum immer mehr konkrete Gestalt annehmen kann, schauen uns dabei auch Stolperfallen, innere und äußere Bremsen an und bereiten einen fruchtbaren Boden vor mit allem, was deinen Traum nähren könnte. Schwerpunkt sind die inneren Entwicklungsschritte – aber immer verbunden mit klar definierten äußeren Aktivitäten.

Gibst du deinem Traum eine greifbare Chance?

Dieses Seminar ist kein körpertherapeutisches Seminar und deshalb auch offen für Menschen ohne Erfahrung mit energetischen Behandlungen. Körperliche Spürübungen und stärkende Berührungen werden aber ein Teil sein.

Maximal 10 Teilnehmer.

Kosten: 290 EUR (Frühbucherpreis 270 EUR bei Anmeldung bis 2 Monate vor Beginn)

Saarbrücken: 11.-12. November 2017 (Samstag 10-17.00, Sonntag 9-16.00)

Bei Interesse werden auch Seminare in anderen Städten folgen.

Anmeldung per Mail an: info@therapeutic-touch-bartholomay.com

 

Themen: Ausbildung, Lebensfragen, Persönlichkeitsentwicklung, Seminare | 4 Kommentare »

Sich ins Leben schreiben – Buchtipp

Von Vera Bartholomay | 5.April 2017

Der Weg zur eigenen Persönlichkeit

„Sich ins Leben schreiben“ von Liane Dirks

Das Schreiben war für mich immer ein Weg der inneren Klärung. Seit ich die Kunst der Buchstaben lernen dürfte, habe ich leidenschaftlich gern Texte unterschiedlichster Art geschrieben – mal nur für mich, mal für eine größere Öffentlichkeit.

In diesem Buch von Liane Dirks werden die Leser an die Hand genommen, um sich mit Hilfe der (noch) zu schreibenden Worte auf den Weg zu sich selbst zu begeben.

Wer bin ich? Wohin soll mein Weg gehen? Was muss und will ich an Altem hinter mir lassen? Wie gehe ich mit dem Aufbruch um und mit welchen Gefühlen betrete ich Neuland? Dazu gehören Schritte wie ein bewusstes JA-Sagen, aber mindestens so wichtig: NEIN-Sagen lernen.

Damit man beim Gehen (und hier Schreiben) immer mehr zum eigenen Leben und zur eigenen Persönlichkeit findet.

Wer schon länger meine Seminare besucht, entdeckt hier das eine oder andere wieder. Offenbar haben die Autorin und ich ähnliche Vorlieben. Wir haben beide unseren C.G. Jung, Joseph Campbell und R.M. Rilke gelesen – so trifft man in diesem Buch auch auf Begriffe wie Heldenreise, Schwellenhüter und Archetypen.

Begleitet werden die beschriebenen Entwicklungsschritte immer von Schreibübungen, so dass dieses Buch auch als ein intensives Arbeitsbuch genutzt werden kann.

Absolut lesenswert!

 

Liane Dirks: Sich ins Leben Schreiben – Der Weg zur Selbstentfaltung. Kösel Verlag. 2015. 19,99 EUR.

 

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Ein weiser Mann – Buchtipps

Von Vera Bartholomay | 31.März 2017

„Über die Liebe“

 

„Ewige Weisheit“

Über den Benediktiner-Mönch und Zenmeister Willigis Jäger habe ich vor vielen Jahren einen Zugang zur Meditation und einer neuen Spiritualität gefunden.

Jetzt habe ich nach langer Zeit gleich zwei Bücher von ihm gelesen. Beide sind kleine Perlen für stille Stunden der Reflexion. So reich und tief, so treffend auf den Punkt ausgesprochen. So werden wir daran erinnert, was wir in der Tiefe unseres Seins schon längst wissen, aber vor lauter Alltagstrubel so oft vergessen.

Auch die vorherigen Bücher von Willigis Jäger waren sehr inspirierend. Aber diese beiden neuen haben eine neue Leichtigkeit in sich. Als hätte der mittlerweile über 90-jährige Autor und Denker all sein Wissen, seine Erfahrung und sein Können auf den Kern reduziert, auf das wirklich Essenzielle.

Ein paar Kostproben:

„Leben beginnt durch Beziehung, Zuwendung und Berührung. Der mystische Weg führt in den Alltag, und er führt zum Mitmenschen.“ (aus: „Über die Liebe“)

„Es gilt, die normale Sicht der Welt zu transzendieren. Dabei geht es jedoch nicht um einen Ausstieg aus der Welt. Es geht darum, in der Welt zu sein und diese zu lieben, wie sie ist.“

„Wir hören in die Stille mit unserem ganzen Körper. Wir spüren in die Stille hinein. (…)Wir werden so offen, dass wir die „Stille hinter der Stille“ erfahren.“

„Die „ewige Weisheit“ ist keine Religion. Sie ist die Ebene, die uns die Erfahrung unseres wahren Seins schenkt.“ (aus: „ Weisheit“)

Willigis Jäger: Über die Liebe. Penguin Verlag 2017. 9 EUR

Willigis Jäger: Ewige Weisheit – Das Geheimnis hinter allen spirituellen Wegen. Kösel Verlag. 17,99 EUR

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Was bringt es denn?

Von Vera Bartholomay | 22.März 2017

Mutmachende Worte

Briefe an einen jungen Dichter

Du tust etwas, was dir wichtig ist. Du bringst etwas in Bewegung, regst etwas an, schickst Zeichen in die Welt und hast keine Ahnung, ob das alles irgendwo auf fruchtbaren Boden fällt und jemals zu etwas Greifbarem wird. Dann ist es umso wichtiger, sich an einige Geschichten zu erinnern….

Ein gänzlich unbekannter und erfolgloser Dichter wagte es, dem großen Lyriker Rainer Maria Rilke einen verzweifelten Brief zu schicken mit der Bitte um Rat für sein weiteres Schreiben. Und das Wunder geschah. Der berühmte Meister ließ sich von diesem Brief berühren und antwortete ihm. Es entstand ein Briefwechsel zwischen den beiden, von denen Rilkes Briefe erhalten sind. Wir können sie lesen in „Briefe an einen jungen Dichter“.

Rilke hat sich viel Zeit genommen für seine mutmachenden Worte und Ratschläge. Der junge Dichter zeigte sich dankbar, jedoch haben die Anregungen nicht dazu geführt, dass sein Dichterdasein sich vertiefte. Irgendwann gab er wohl eher den Traum auf; jedenfalls sind keine Werke von ihm erschienen.

Rilke hätte sich daraufhin fragen können, ob die ganze Anstrengung überhaupt einen Sinn gehabt hatte. Sein Ziel wurde ja nicht wirklich erreicht. Oberflächlich gesehen war die Bemühung wohl eher komplett gescheitert.

Aber aus der größeren Perspektive betrachtet waren wunderschöne, bewegende Briefe in die Welt geschickt worden, die noch heute vielen Menschen Mut machen, berühren und stärken.

Wir hätten sonst solche Sätze verpasst:
„Lassen Sie Ihren Urteilen die eigene stille, ungestörte Entwicklung, die, wie jeder Fortschritt, tief aus innen kommen muß und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann. Alles ist austragen und dann gebären. Jeden Eindruck und jeden Keim eines Gefühls ganz in sich, im Dunkel, im Unsagbaren, Unbewußten, dem eigenen Verstande Unerreichbaren sich vollenden lassen und mit tiefer Demut und Geduld die Stunde der Niederkunft einer neuen Klarheit abwarten.“

Wir tun etwas, weil es uns wichtig ist. Wir sprechen Worte, die in die Welt wollen. Und wissen nicht, was es bringt. Und ob wir ein Ergebnis davon je sehen werden. Und dennoch müssen wir es tun. Und darauf vertrauen, dass unsere Worte, Gesten und Taten die richtigen Menschen erreichen und etwas bewegen. Auch wenn wir es vielleicht nie erfahren werden.

 

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