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Holunder – ein Symbol der Erinnerung

Von Vera Bartholomay | 11.August 2017

„Es möcht der Holunder sterben,

an eurer Vergesslichkeit“

heißt es im Gedicht „Holunderblüte“ von Johannes Bobrowski.

Für ihn geht es darin um die Pogrome, die manche lieber vergessen wollen.

Aber nicht nur den ganz großen traumatischen Schrecken wollen wir gern vergessen. So manche andere gesellschaftliche und persönliche Ereignisse schieben wir lieber weg,

…weil es zu schmerzhaft ist, sich zu erinnern.

…weil es bequemer ist.

…weil wir überfordert sind.

…weil es Konsequenzen hätte, sich zu erinnern.

Der Holunderbaum ist ein Symbol der Erinnerung. Jedes Jahr, wenn ich die blutroten Früchte des Holunders sehe, denke ich an die Worte von Johannes Bobrowski und an all das, was wir lieber vergessen wollen, nicht wissen wollen. Was wir ein Leben lang verdrängen. Woran wir erkranken, was uns beschwert und langsam macht.

„…und viele hatten vergessen, was sie vergessen hatten…“, sagt Michael Krüger im Gedicht „Über Träume“.

Denn oft wissen wir es kaum, ahnen vielleicht nur, was wir permanent wegschieben. Viel zu gefährlich scheint es, auch nur in die Nähe dieses Themas, dieser Tatsache, dieser Wahrheit zu geraten.

Und der Holunder schaut zu. Jahr für Jahr. Und möchte sterben. An unserer Vergesslichkeit.

 

Hier findest du das Gedicht „Holunderblüte“. http://www.johannes-bobrowski-gesellschaft.de/jb/holunder.html

Herta Müller über Johannes Bobrowski:  „Der schafft Sprachbilder, wie ich sie sonst nirgends gelesen hab. Das ist eine Sprache, die verwundet beim Lesen.“

 

Themen: Lebensfragen, Lyrik, Natur, Persönlichkeitsentwicklung | Kein Kommentar »

Brahman – der Urgrund des Seins

Von Vera Bartholomay | 2.August 2017

Brahman – Buch von Bernd Kolb

„Brahman ist der allgegenwärtige, immerwährende Urgrund des Seins, der nicht mit Worten beschrieben oder mit dem Verstand erfasst werden kann. Alles was ist, ist Bewusstsein.“

Schon in den 3000 Jahre alten vedischen Schriften finden wir Beschreibungen von BRAHMAN. In Berlin ist uns BRAHMAN jetzt auf einer besonderen Art fast zum Greifen näher gekommen.

Bereits letztes Jahr hat Bernd Kolb Tausenden von Besuchern ein kulturelles und spirituelles Highlight in Form der außergewöhnlichen ATMAN-Ausstellung geschenkt. Ich beschrieb damals meine Eindrücke dort.

Bernd Kolb hat Menschen fotografiert und dabei die große Kunst entfaltet, eine tiefe Seelenverbindung sichtbar zu machen. Nicht nur zwischen Fotograf und Fotografierten. Auch wir werden beim Betrachten dieser Bilder in eine unendliche Verbundenheit hineingezogen, die weit über unsere Alltagswelt hinausgeht. Die Blicke zeugen von tiefem Wissen und großer Weisheit.

„Der direkteste Weg, die Einheit (BRAHMAN) zu erfahren, ist der Moment, in dem sich die „Zweiheit“ (Ich und Das Bild) auflöst.“ – so Bernd Kolb.

In der Alten Malzfabrik in Berlin lässt sich diese Erfahrung mit großformatigen Bildern in einem ganz besonderen Ambiente machen. Aber nicht nur dort – auch der dazugehörige Bildband vermittelt diese Erfahrung. Wer sich darauf einlässt, geht möglicherweise tief verändert weiter.

Selbst beschreibt Bernd Kolb seine Aufgabe als „Erinnerer“, denn wir wissen schon alles tief in uns, vieles haben wir jedoch vordergründig vergessen. „Atman, Brahman ist das älteste philosophische Fundament der Menschheit. Die ganzen Dinge, die ich rüberbringe in den Westen, die ich zurückhole, sind uralt. Ich hoffe, dass man sich letztlich daran erinnert, dass wir sehr, sehr viel mehr sind als das, was wir denken.“

Zu beiden Ausstellungen gibt es wunderschöne und sehr berührende Bildbände für alle, die nicht nach Berlin reisen können und für alle, die dort waren und sich nicht mehr von diesen Menschen und ihrer Erfahrung mit ihnen trennen wollen.

Nähere Infos https://www.brahman.de/ . Dort können auch beide Bücher ATMAN und BRAHMAN bestellt werden.

Ein interessanter Artikel von Bernd Kolb gibt es auch bei Newslichter.

 

Brahman
Ausstellung in der Alten Malzfabrik, Berlin
Noch bis 30. September 2017

Die nächste persönliche Veranstaltung mit Bernd Kolb findet am 16.9 statt.

 

Themen: Berührung, Bücher, Glück, Inspirationen, Lebensfragen, Persönlichkeitsentwicklung, Spiritualität | Kein Kommentar »

Dieser Schmerz ist nicht meiner – Buchtipp

Von Vera Bartholomay | 27.Juli 2017

Dieser Schmerz ist nicht meiner

 

In den Sommerwochen in meiner Heimat Norwegen begegne ich ständig meinen Wurzeln. Ganz real durch unzählige Verwandte, die hier leben. Aber auch durch die vielen Geschichten, durch Sprache, Natur und Erinnerungen. Und jedes Mal tauche ich auf einer etwas anderen Weise in diese Wurzelverbundenheit ein. Mal schmerzhaft, mal voller Freude, aber immer mit wertvollen Erkenntnissen für mein heutiges Leben und meine aktuellen Fragen.

Diesmal hatte ich ein sehr passendes Buch von Mark Wolynn dabei: „Dieser Schmerz ist nicht meiner -Wie wir uns mit dem seelischen Erbe unserer Familie aussöhnen“. Ein wunderbares Buch, um den Blick für etwas zu schärfen, was eventuell seit Generationen in der Großfamilie weitergegeben wurde und vielleicht gar unser Leben erschwert hat. Von dem wir aber bislang keinen Zusammenhang mit unseren persönlichen Problemen erkannt haben.

Eine wertvolle und sehr praktische Hilfe, um zu erkennen, wie vorhergehende Generationen uns heute noch beeinflussen, aber auch wie wir diese Prägungen auflösen und neu lenken können.

 

Mark Wolynn: „Dieser Schmerz ist nicht meiner. Wie wir uns mit dem seelischen Erbe unserer Familie aussöhnen“

Kösel Verlag, 2017. Preis: 17,99

Themen: Bücher, Gesundheit, Glück, Inspirationen, Lebensfragen, Persönlichkeitsentwicklung | Kein Kommentar »

Stecker ziehen

Von Vera Bartholomay | 27.Juli 2017

Bei Problemen mit technischen Geräten ist es oft die schnellste und einfachste Lösung: Erst mal den Stecker ziehen. Das Gerät für eine Weile komplett ausschalten und später wieder einschalten. Wie von Zauberhand sind ganz viele Störungen anschließend wie weggeblasen.

Für uns Menschen kann das im übertragenen Sinne auch helfen. Stecker ziehen – ruhen lassen – irgendwann wieder einstöpseln.

Im Urlaub oder an freien Tagen kann es gelingen. Wenn wir wirklich darauf achten, was wir heute brauchen und nicht meinen, wir müssten einem wie auch immer gearteten Freizeitprogramm folgen.

Aber auch eine Krankheit kann diese Wirkung haben. Schon ein harmloser Infekt drosselt uns so sehr, dass vermeintlich Wichtiges nicht mehr wichtig ist.

Eine schwerkranke Frau sagte mal nach monatelangen gesundheitlichen Krisen: „Jetzt habe ich das mit der Langsamkeit verstanden. Wenn ich je wieder gesund werden sollte, werde ich nie wieder so hektisch leben.“

Hoffentlich schaffen wir es auch ohne schwere Krankheit, mal den Stecker zu ziehen, uns eine Weile ohne Motor treiben zu lassen und vielleicht staunen, wo wir landen. Oder beobachten, was das langsame Dahingleiten unterwegs mit uns macht.

Vielleicht helfen dabei folgende Fragen:

Wozu solltest du heute besser nein sagen?

Welche Dringlichkeiten könnten auch ohne dich erledigt werden?

Was braucht dein Körper heute?

Wonach sehnt sich dein Herz?

Themen: Allgemein, Gesundheit, Glück, Inspirationen, Lebensfragen, Persönlichkeitsentwicklung | 2 Kommentare »

Therapeutic Touch Practitioner (5)

Von Vera Bartholomay | 17.Juli 2017

Heute stellt sich Carsten Plückhahn vor mit einer ganz besonderen Mischung an Angeboten:

„Ich bin Carsten Plückhahn und arbeite als Therapeutic Touch Practitioner, Werte Coach und Fotograf im Nordwesten von Hamburg. Mein erstes Berufsleben als Manager in virtuellen Teams rund um den Globus entfremdete mich immer mehr von meiner eigenen hochsensiblen Wahrnehmung und einem meiner höchsten Werte, der Resonanz. Nach einer Krise beschloss ich, einen Wandel zu wagen.

„Wir besitzen nur uns selbst wirklich, beschäftigen uns aber selten mit diesem Schatz.“ Wurde mein Leitsatz.

Menschen begegne ich mit offenem Herzen. Ich freue mich, wenn ich meine Talente für andere Menschen wirksam einsetzen kann.

Als ich die besonderen Möglichkeiten des energetischen Austausches mit meinen Händen entdeckte, beschloss ich, dies mit einer TT-Practitioner Ausbildung zu strukturieren und in den Austausch mit anderen Interessierten zu gelangen. Inzwischen habe ich eigene Praxisräume bezogen und lerne und staune über das, was ich erleben darf.

Zudem biete ich ein Werte-Coaching an. Es basiert auf meinen eigenen Erfahrungen in einer unklaren Lebenssituation, in der ich in einer unruhigen von Burnout geprägten Gegenwart Wegweiser auf meinem Weg suchte. Ich empfehle präzise Klarheit über die eigenen Werte zu finden – für ein Leben mit weniger Stress und mehr Zufriedenheit und einer guten Entscheidungsbasis, die Kopf, Herz und Bauch integriert.

Meine Sensibilität und den energetischen Austausch verbinde ich in meiner langjährigen Leidenschaft, der leisen und einfühlsamen Portrait- und Reportage-Fotografie. Ich fotografiere Familien, Babys, kleinere Hochzeiten und Menschen in ihrem Geschäftsleben, die in ihrer Feinfühligkeit eher kamerascheu sind und das Laute meiden.

Ich bin der „Bitte-keine-Fotos“-Fotograf, zu dem man geht, wenn man eigentlich keine Fotos von sich mag. Die moderne, direkte Form der Portraitfotografie vertiefe ich in einem Coaching Prozess mit Fotografen rund um die Welt – hier schließt sich der Kreis zu meinem ersten Berufsleben, denn moderne Arbeitsweisen können auch sehr nützlich sein. Fotograf zu sein, ist für mich vor allem eine Frage des einfühlsamen Dialogs auf allen Ebenen.

Mich bewegt vor allem die Verbindung zu meinen Kunden und Klienten, ich fühle mich in sie und in ihre Situation ein. So entsteht mein Tätigkeitsfeld, das meine Talente und mich in einer leisen und einfühlsamen Form zum Nutzen der Menschen um mich integriert.

Mehr Informationen und mein Blog zu Energie, TT und Werten bei www.energiefühler.de

 

 

Themen: Ausbildung, Gesundheit, Lebensfragen, Persönlichkeitsentwicklung, Therapeutic Touch, Therapeutic Touch Practitioner | Kein Kommentar »

Mit den inneren Augen schauen – Buchtipp

Von Vera Bartholomay | 15.Juli 2017

Das Leben einer außergewöhnlichen Frau

Biographie über Dora Kunz

Biographie über Dora van Gelder Kunz – die große Pionierin und Entwicklerin von Therapeutic Touch

Erstmals ist eine große Biographie über diese außergewöhnliche Frau erschienen. Vollgepackt mit biographischen Details gibt uns dieses Buch nicht nur einen Einblick in das spannende Leben von Dora Kunz, sondern spiegelt auch eine ganz besondere Geschichtsepoche wider.

Geboren in 1904 mit holländischen Eltern und aufgewachsen auf einer Zuckerplantage auf Java zeigte sie früh eine besondere hellsichtige Begabung und hatte zu ihrem Glück Eltern, die dies unterstützt haben.  Sie übte sich schon als Kind intuitiv in verschiedenen Meditationsformen und in einem Zustand des „Hinausgehens“ zu anderen Menschen – wie sie es nannte – heute würden wir es vielleicht eher praktiziertes Mitgefühl nennen.

Schon in ihrer Kindheit hatte sie Kontakt mit dem theosophischen Lehrer  Charles W. Leadbeater (uns bekannt u.a. durch seine Wahrnehmungen der Chakren) und reiste 12-jährig allein nach Australien, um dort viele Jahre bei ihm zu lernen.

Durch ihre Hellsichtigkeit konnte sie tiefgreifende Erkenntnisse über Chakren und die Aura der Menschen vermitteln. Auch entwickelte sie eine große Fähigkeit, Krankheiten und seelische Störungen wahrzunehmen.

Ihre Entwicklung der Therapeutic Touch-Methode zusammen mit Dolores Krieger war nur eines ihrer Themen. Tiefe Spuren hat sie auch hinterlassen in zahlreichen Vorträgen, Artikeln und Büchern über gesellschaftliche und spirituelle Themen, darunter viele Anregungen und Aktivitäten aus ihrer Zeit als Präsidentin der amerikanischen theosophischen Gesellschaft. Letzteres übrigens im Alter von 71-83 – zum Altwerden hatte diese Frau keine Zeit.

Immer suchte sie auch den Kontakt zu den großen Denkern dieser Zeit und traf sich mit namhaften Menschen wie Dalai Lama, David Bohm, Pater Bede Griffiths u.v.a.

Ein wirklich lesenswertes Buch über eine mehr als außergewöhnliche Frau. Vieles verstehen wir nicht mehr, weil wir in einer vollkommen anderen Zeit leben. Einige der suchenden Wege sind uns heute vielleicht eher fremd, aber diese Frau wollte immer mehr wissen, noch tiefer erfahren, nichts einfach so hinnehmen. Wie wahre Pioniere und Visionäre eben sind….

 

Mit den inneren Augen schauen: Die einzigartigen Erkenntnisse der Hellsichtigen und Heilerin Dora Kunz

von Kirsten van Gelder und Frank Chesley

Aquamarin Verlag, 2016, Preis: 22,95 EUR

 

 

Themen: Ausbildung, Berührung, Bücher, Gesundheit, Inspirationen, Lebensfragen, Persönlichkeitsentwicklung, Seminare, Spiritualität, Therapeutic Touch, Therapeutic Touch Practitioner | Kein Kommentar »

Mehr Chaos!

Von Vera Bartholomay | 27.Juni 2017

Steinwüste

In meinem Wohnviertel beobachte ich seit langem eine seltsame Entwicklung. Die teilweise sehr bunten und lebendigen Vorgärten vor den kleinen Reihenhäuschen werden ausgegraben, entfernt und ersetzt durch eine Steinwüste. Mal einfach Beton, bei den Designbewussteren durch Dekorsteine und eine einzelne verlorene Pflanze oder ein Bäumchen. Ich kenne die meisten Besitzer. Sie sind jung und stark genug, einen kleinen Vorgarten pflegen zu können. Was ist also los?

Ein Garten bringt Unordnung. Die Pflanzen blühen nicht immer so wie geplant. Sie erreichen nicht die vorgesehene Größe. Mal werden sie nichts, mal wuchern sie und erschlagen die anderen. Sie brauchen Wasser und gelegentlich einen Schnitt. Die Schnecken kommen, das Unkraut breitet sich aus. Selten wird ein Garten so, wie wir es geplant hatten oder wie unsere Vorstellung war. Ein Garten ist eigensinnig und nur einige Faktoren lassen sich beeinflussen.

Warum ist aber das Unberechenbare, das gelegentliche Chaos, die Interaktion mit einer Natur zu einer Belastung geworden?

Wenn ich es auf unser Leben übertrage:

Wo ertrage ich nicht, dass etwas entsteht, was ich nicht so geplant hatte? In meinem Garten kommen ständig Pflanzen zum Vorschein, die ich niemals gepflanzt habe, die ich teilweise gar nicht kenne. Was ich immer wieder spannend finde, es sind lauter Geschenke vom meinem Garten an mich. So wie mein Leben auch immer Überraschungsgeschenke an mich hat (die nicht immer so ganz meinen Geschmack treffen…).

Was mache ich, wenn das, was ich ins Leben „gepflanzt“ habe, auf einmal viel zu viel Raum einnimmt, vielleicht andere Bereiche meines Lebens einschränkt?

Schaffe ich es, hier und dort etwas zu stutzen, eine sinnvolle Struktur hineinzubringen, ohne die Lebendigkeit zu töten?

Wo sollte ich mich vielleicht sogar darin üben, etwas Chaos zu ertragen?

Was nehme ich mir weg, wenn ich versuche, das Leben „im Griff“ zu haben?

Bin ich bereit, mit anderen Kräften in meinem Leben – mit anderen Menschen, mit der Natur, mit dem Schicksal – ins Gespräch zu gehen, um gemeinsam eine für alle gut lebbare Lösung zu finden?

 

Themen: Lebensfragen, Natur, Persönlichkeitsentwicklung, Therapeutic Touch | 13 Kommentare »

Kraftquelle Natur – Seminar in Norwegen 2018

Von Vera Bartholomay | 12.Juni 2017

Schärenlandschaft an der norwegischen Südküste

Norwegen hat nicht nur eine atemberaubende Landschaft, sondern auch eine außergewöhnliche energetische Ausstrahlung. An vielen Orten lässt sich das besonders gut wahrnehmen. An einigen davon möchte ich mit einer exklusiven Kleingruppe mit den Energien in der Natur arbeiten. Ich bin in dieser Landschaft groß geworden und kenne einige besonders magische Stellen.

Die Gruppe verbringt eine Woche in einem großen Haus in der Schärenlandschaft am Meer in Südnorwegen. In dieser Zeit geht es um die eigene Person und die energetische Wirkung der nordischen Natur. Wir werden so viel wie möglich draußen sein und dabei die archaische Landschaft der norwegischen Südküste bewusst in uns aufnehmen.

Es geht um die großen Lebensthemen, um deinen Platz und deine Aufgabe in der großen Verbundenheit. Mit kleineren Wanderungen, Zeiten in der Stille und natürlich auch etwas touristischem Programm und Erholung. Wir werden u.a. einen ganzen Tag im Trollwald an der Endmoräne der Eiszeit erleben und uns mit der unendlichen Meereslandschaft auseinandersetzen. Wir werden die Wirkung jahrtausender alter Steinkreise erspüren und alte Wikingergräber entdecken.

In den bisherigen Gruppen fanden intensive Begegnungen statt und so manches Mal wurden neue Freundschaften geschlossen. Es wurden tiefe und bewegende Lebensgeschichten geteilt, viel Halt und Mitgefühl gezeigt. Sozusagen im Gehen entstand unser Weg – unser Thema für diese einzigartige Woche wurde Schritt für Schritt klarer. Jede ging im eigenen Tempo – innerlich und äußerlich.

Wir haben Natur erlebt, die „so schön ist, dass es fast weh tut“, wie eine Teilnehmerin es ausdrückte. Die Geschichte der Landschaft und der Menschen, die seit Jahrtausenden hier gelebt haben, zeigte sich für uns in einer erstaunlichen Klarheit.

Jeden Tag an einem anderen Ort.

Die Arbeit mit den Energien, die wir hier erspürten, und mit Personen, die offen waren für neue Schritte, war an solchen Kraftplätzen von einer ganz besonderen Intensität und dennoch voller Leichtigkeit.

2018 wird wieder eine solche Reise für eine deutschsprachige Gruppe angeboten:

Montag 11.-Montag 18. Juni 2018

Kleingruppe mit max. 8-9 Personen, so dass eine intensive individuelle Begleitung möglich sein wird.

Kosten: Frühbucherpreis bis 1.12.17 – 1290 EUR (für das Seminar und 1 Woche Unterkunft in Doppelzimmern) – danach 1390 EUR – die letzte Anmeldemöglichkeit ist 15.1.18.

Einzelzimmerzuschlag: 100 EUR (begrenzte Anzahl)

Mögliche Ermäßigungen:
100 EUR für alle, die bereits ein solches Seminar in Norwegen mitgemacht haben und es gern nochmal erleben wollen.
1 einzelnes Einzelzimmer hat ein Fenster zum Felshang, ist deshalb recht dunkel und wird ohne EZ-Zuschlag berechnet.

Die Gruppe wohnt gemeinsam in einem Haus am Meer in der Kleinstadt Grimstad an der Südküste, einem attraktiven Urlaubsort mit kleinen weißen Holzhäuschen und viel Flair. Der Strand ist zu Fuß erreichbar.

Die Gruppe kauft gemeinsam auf eigener Rechnung ein und kocht zusammen, damit die Kosten für die Verpflegung in einem hochpreisigen Land wie Norwegen nicht zu hoch werden.

Die Anreise muss jeder selbst organisieren und finanzieren. Ich bin aber gern behilflich mit Tipps und eventuell mit einer Koordination der Gruppenanreise. Bitte keine Anreise buchen, bevor eine verbindliche Zusage vorliegt. Der nächste Flughafen ist Kristiansand S (Kjevik), Autoanreise mit der Fähre Hirtshals-Kristiansand von Dänemark aus. Ein Auto wird vor Ort nicht erforderlich sein.

Du brauchst für diese Reise keine Vorerfahrung mit Energiearbeit – es wäre aber gut, wenn du etwas „spürig“ wärest. Genaueres können wir gern in einem persönlichen Gespräch klären.

 

 

Themen: Berührung, Gesundheit, Glück, Lebensfragen, Lebensrad, Natur, Norwegen, Persönlichkeitsentwicklung, Seminare, Spiritualität, Therapeutic Touch | Kein Kommentar »

Lichtzeichen – eine neue Gemeinschaft

Von Vera Bartholomay | 28.Mai 2017

Lichtzeichen
Bild von Vera Bartholomay

 

Gehörst du zu den Menschen, die sich Gedanken machen über die vielen Aspekte unseres Menschseins, die das Licht suchen und Zeichen setzen wollen für eine hellere Zukunft? Ohne dabei die dunklen Seiten zu übergehen, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen, wenn es lichter werden soll. Dann ist unsere neue, stärkende Lichtzeichen-Gemeinschaft vielleicht etwas für dich?

Ab September 2017 möchte ich mit euch zusammen den Fokus auf das Leuchten richten.  Zweimal im Monat bekommt ihr Post von mir mit unterschiedlichen Themen und Anregungen. Damit wir eine wirkliche Gemeinschaft werden, wäre es schön, wenn einige von euch anschließend  – natürlich immer nur freiwillig und anonym – ihre eigenen Gedanken zu diesen Themen mit uns allen teilen. Im nächsten Brief leite ich dann eine Auswahl davon an die Gemeinschaft weiter.

2016 gab es bereits einmal eine kleinere Variante einer solchen Licht-Gruppe, die uns eindrücklich gezeigt hat,  wie viel eine solche Gemeinschaft in Gang bringen kann. Die vielen Gedanken und Impulsen, die zwischen uns allen hin und her geflossen sind, haben tief berührt und bewegt.

Wollen wir gemeinsam weitere Lichtzeichen in die Welt schicken?

Wie läuft es konkret? Du bekommst 12 Briefe mit unterschiedlichen Themen von Mitte September 2017 bis Mitte März 2018.

Dein Einsatz: Frühbucherpreis bis 15. Juli 2017: 39 EUR (danach regulärer Preis 49 EUR)

Anmeldung: Per Mail an info@therapeutic-touch-bartholomay.com

Zum Reinschnuppern: Hier findest du den ersten Teil der „Lichtzeichen“ in 2016 – damit du einen Eindruck von der Art der möglichen Inhalten bekommst.

Bist du dabei?

Herzlichst,
Vera Bartholomay

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Mitgefühl in der Wirtschaft – Buchempfehlung

Von Vera Bartholomay | 26.Mai 2017

 

Buch von Tania Singer und Matthieu Ricard

Ein Forschungsbericht von Tania Singer und Matthieu Ricard

In diesem Buch diskutieren Wirtschaftsvertreter mit Neurowissenschaftlern und spirituellen Meistern darüber, ob eine Wirtschaft denkbar ist, in der es um das Wohl der Menschen geht und dabei dennoch ein wirtschaftlicher Gewinn möglich sein kann?

Das Buch ist ein Bericht von einem der regelmäßig stattfindenden Mind & Life-Konferenzen, bei denen sich Forscher und Experten mit Vertretern kontemplativer Traditionen zum interdisziplinären Austausch treffen. „Mitgefühl in der Wirtschaft“ berichtet von einer Konferenz im 2010 in Zürich. Eingeladen hatten die deutsche Neurowissenschaftlerin Tania Singer und der französischstämmige buddhistische Mönch Matthieu Ricard. Unter den Gästen war auch der Dalai Lama.

Als Bericht von einer Konferenz hat das Buch die Schwäche, dass es im Prinzip aus aufgezeichneten mündlich gehaltenen Vorträgen besteht, was nicht immer eine gute Lesbarkeit sichert. Die Inhalte sind dennoch mehr als erfahrenswert.

Die Neurowissenschaftler Tania Singer und Richard Davidson berichten von Untersuchungen, die eindeutig belegen, dass Meditation und Mitgefühlsübung spezifische Netzwerke im Gehirn und Hormonsysteme aktivieren, die mit prosozialem Verhalten verbunden sind. Mitgefühl ist also erlernbar und verändert nicht nur unsere Gehirnstruktur, sondern auch unser Erleben und Verhalten.

Der Mönch Mattieu Ricard erläutert Mitgefühl aus buddhistischer Sicht.

Der Mikroökonom Ernst Fehr beschäftigt sich mit der Frage, ob wirklich nur Eigennutz und Eigeninteresse die Menschen motivieren.

Die ehemalige Vorsitzende der Schweizer Börse, Antoinette Hunziker-Ebneter, erklärt, wie Investmentgesellschaften soziale und ökologische Unternehmen fördern können.

Der Inder Sanjit Roy erläutert das Konzept der „Barefoot Colleges“ – ein alternatives Bildungssystem, das das schon vorhandene Wissen in der ärmeren Bevölkerung wertschätzt und nutzt, um Bildung für eine breite Bevölkerungsschicht zu ermöglichen. So werden zum Beispiel Frauen zu Solaringenieurinnen ausgebildet, obwohl sie Analphabeten sind. Die „Barefoot Colleges“ überspringen das alte Konzept von Bildung und schauen, welches Wissen auf welcher Weise vermittelt werden kann – zum Wohle aller in der Gemeinschaft. Die Solaringenieurinnen sorgen später dafür, dass ihre Dörfer mit Solarenergie versorgt werden, meist Dörfer, in denen bislang keine Stromversorgung vorhanden war. Interessanterweise bilden sie am liebsten Frauen für diese Aufgabe aus. Männer seien unbeständiger und würden gern auch ihr neu erworbenes Wissen woanders „gewinnbringender“ verkaufen, während Frauen – und darunter sogar vor allem die  Großmütter – sich stärker für die Entwicklung der eigenen Dörfer einsetzen.

Allein in Indien und Pakistan haben sie mehrere hundert Schulen gegründet, die ganz stark auch auf die Ausbildung von Mädchen fokussiert  – gerade in Indien keine Selbstverständlichkeit ­  – und die sich nach den Lernmöglichkeiten der Kinder richtet. So findet beispielsweise viel Unterricht nachmittags und abends statt, weil die Kinder tagsüber ihren Eltern bei der Feldarbeit helfen. So erfolgreich ist das Konzept der „Barefoot Colleges“ bisher, dass es mittlerweile auch in 35 afrikanischen Ländern umgesetzt wurde.

Viele interessante Gedanken und Anregungen. Es bleibt zu hoffen, dass viele Wirtschaftsvertreter auch wirklich hingehört haben……

 

Mitgefühl in der Wirtschaft

Tania Singer und Matthieu Ricard

Knaus Verlag, 2015, Preis: 16,99 EUR

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