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Spiritualität im beruflichen Leben – (wie) geht das?

Von Vera Bartholomay | 16.Januar 2014

Über dieses spannende Thema habe ich mich mit Monika Birkner unterhalten. Sie ist Unternehmenscoach,  Autorin von mehreren Büchern (zuletzt „Erfolgreich als SOLO-Unternehmer. Wachstumsstrategien für Selbstständige“) und schreibt einen interessanten Blog über Business Transformation

Vera Bartholomay: Wir denken oft, unsere spirituelle Seite und das berufliche Leben wären zwangsläufige getrennte Bereiche. Sie betonen immer wieder, dass diese beiden Bereiche unbedingt zusammengehören. Warum?

Monika Birkner: Spiritualität ist nicht etwas wie ein Hobby, das sich abteilen und auf bestimmte Zeiten oder Orte begrenzen lässt. Spiritualität, wie ich sie verstehe, durchdringt alles andere. Es ist ähnlich wie mit dem Atem. Wir können nicht nur bestimmte Körperpartien mit Atem versorgen, sondern es gibt nur ein „Ganz oder gar nicht“.

Was ändert sich im Beruf, wenn die eigene Spiritualität nicht mehr „draußen“ bleiben muss?

Es wird entspannter. Man kann sich zeigen, wie man ist. Das betrifft das Thema von Positionierung und Sichtbarkeit.

Eine andere Ebene ist die des praktischen Tuns im beruflichen Alltag, sowohl was die fachliche Seite betrifft wie das unternehmerische Vorgehen. Gelebte Spiritualität wird sich auswirken auf alles.

Wenn man mit seinem Wesenskern in Verbindung ist – das ist für mich eine Bedeutung von Spiritualität -, wird die eigene innere Wahrheit als Entscheidungshilfe und Leitlinie immer wichtiger. Es wird immer wichtiger, mit sich selbst im Einklang zu sein.

Das kann sehr befreiend wirken, indem zum Beispiel die Anerkennung von außen unwichtiger wird. Viele Menschen sehnen sich so sehr nach Anerkennung von außen, dass sie bereit sind, dafür sehr viel zu tun – bis dahin, sich selbst zu verbiegen.

Wenn man mehr und mehr dem folgt, was man innerlich als richtig erkannt hat, kann man sich nach wie vor über äußere Anerkennung freuen. Doch man macht sich davon nicht abhängig.

Ein anderer Aspekt ist das Übernehmen von fremdem Wissen, fremden Meinungen und Methoden, ob es dabei um Fachliches oder Unternehmerisches geht,  zum Beispiel Marketing. Hier ist wichtig, genau zu prüfen, wieweit mit den Methoden auch ein bestimmtes Menschenbild transportiert wird, und wie weit das zu dem eigenen Menschenbild passt.

Hat sich in Ihrem beruflichen Leben in Hinblick auf dieses Thema etwas geändert?

Ja. Nicht im Sinne eines großen Knalls, sondern es findet eine ständige Veränderung statt.

Zum einen war der Schritt in die Selbstständigkeit unter anderem auch davon motiviert, dass ich mich vorher zerrissen und zweigeteilt fühlte: Hier die „offizielle“ Monika Birkner und dort die private.

Ich war vorher in Managementfunktionen  in eher konservativen Umfeldern.  Und privat befasste ich mich viel mit spirituellen Themen. Der Schritt in die Selbstständigkeit vor 12 Jahren war auch als Schritt gemeint, mehr mit mir selbst im Einklang zu sein.

Doch auch in der Selbstständigkeit geht die Entwicklung immer weiter.

Ich glaube, ich habe wie noch nie zuvor Vertrauen ins Leben entwickelt. Ich habe wie nie zuvor gemerkt, dass ich ständig vom Leben unterstützt werde, wenn auch ich bereit bin, das zu tun, was ich innerlich als richtig erkannt habe.

Eine andere Veränderung besteht darin, mich immer weniger mit meinen Schwächen und Unvollkommenheiten zu identifizieren (obwohl mir diese nach wie vor sehr bewusst sind), sondern mit meinem inneren Kern.

Das alles verändert auch mein Coaching. Es ermöglicht mir, auch in meinen Klienten das größere Potenzial zu sehen, selbst wenn sie im Augenblick selbst keinen Zugang dazu haben.  Es ermöglicht mir, auf die Kraft des Lebens auch für meine Klienten zu vertrauen. Es ermöglicht mir auch, darauf zu vertrauen, dass der Klient etwas Gutes aus früheren oder aktuellen Problemen machen kann, dass er wachsen, sich entwickeln und bisherige Grenzen überschreiten kann.

Mir ist auch klar geworden, dass meine eigene Transformation wichtig ist, oftmals sogar das Wichtigste, was ich für meine Klienten tun kann.  Dass meine eigene Transformation auf geheimnisvolle Weise auch Auswirkungen auf andere hat.

Wie reagieren Ihre Kunden auf das Thema Spiritualität? Sie kommen ja in erster Reihe zu Ihnen, um ihre Firmen besser voran zu bringen?

Es ist sehr interessant. Obwohl ich das Thema „Spiritualität“ nicht besonders herausstelle, kommen viele Klienten gerade deswegen. Von vielen Klienten habe ich schon gehört, dass sie die Verbindung schätzen zwischen Spiritualität und „harten“ Business-Themen. Oftmals höre ich auch so etwas wie „geerdete Spiritualität“, worin ich mich durchaus wiederfinde. Und wie gesagt: Ohne dass ich selbst das besonders betone. Irgendwie scheint es doch durchzuschimmern.

Unter den vielen Therapeutic Touch Anwendern, die ich ausbilde, gibt es immer wieder das große Thema: „Darf ich denn mit energetischen Behandlungen Geld verdienen? Muss ich diese heilsame Energie nicht eher verschenken oder nur auf Spendenbasis etwas annehmen?“ Was meinen Sie dazu? Wie passt Heilarbeit und Geld zusammen?

Dazu zwei Antworten:

Nr. 1: Ich kann auf der einen Seite diese Denkweise verstehen. Denn ein Kanal für heilsame Energie zu sein, ist schon etwas, das eine Art ehrfürchtiges Staunen auslösen kann. Auf der anderen Seite finde ich wichtig, sich des Risikos spiritueller Arroganz bewusst zu sein. Um es ganz klar zu sagen: Ich will das niemandem unterstellen. Aber das Risiko ist da, sich selbst als etwas Besonderes zu erleben und dadurch ein wenig abzuheben.

Gegen dieses Risiko hilft die Bewusstmachung, dass auch andere ein Kanal sein können. Ich glaube, dass es jeder sein oder werden kann, auf seine ganz eigene Weise.

Schriftsteller, Komponisten, andere Künstler – viele von ihnen kennen das Phänomen, dass ihnen Ideen,  Sätze, Melodien usw. quasi zufliegen. Als ich meine Bücher „Kurswechsel im Beruf“ und „Erfolgreich als Solo-Unternehmer“ geschrieben habe, habe ich das phasenweise ebenfalls erlebt.

Wissenschaftler – man denke nur an Einstein – gewinnen ihre Erkenntnisse nicht nur mit Hilfe von Analytik, sondern auch mit Hilfe von Intuition.

Ich habe schon Redner gehört, die mit knallharten Business-Themen unterwegs sind, und die davon berichten, dass plötzlich etwas durch sie hindurch strömt, wenn sie auf der Bühne stehen, und sie sich Dinge sagen hören, an die sie vorher nicht gedacht hatten.

Selbst Top-Manager bekennen sich öffentlich dazu, ihrer Intuition zu vertrauen.

Was ich damit sagen will: Die Fähigkeit, ein Kanal für Energien zu sein, ist nicht auf Therapeuten beschränkt. Ohne die Fähigkeiten und die Gabe im Geringsten schmälern zu wollen, besteht auf der anderen Seite auch kein Anlass, diese über zu bewerten.

Außerdem kommt noch Antwort Nr. 2 ins Spiel. Diese lautet: Geld kommt nicht oder sogar nicht in erster Linie von den Kunden, sondern durch die Kunden. Das ist mir in Zusammenhang mit einem Buch von Marianne Williamson klar geworden „The Law of Divine Compensation: On Work, Money and Miracles“.  Ich hatte dazu vor einiger Zeit auch einen Blogartikel geschrieben.

Will sagen: Es gibt größere Zusammenhänge. Es gibt Kräfte im Universum, die wir nicht unbedingt verstehen, die aber dennoch wirken. Ich habe es selbst schon erlebt und auch oft bei anderen gesehen, dass Geld aus sehr unerwarteten Quellen zufließen kann.

Meine persönliche Schlussfolgerung daraus ist:  Wenn sich jemand als Kanal für eine größere Energie zur Verfügung stellt, ist es auch in Ordnung, wenn er Geld erhält.  Denn auf diesem Planeten herrschen gewisse Regeln, zu denen auch gehört, dass man Geld braucht. Und ich habe bisher das Universum als ein freundliches und unterstützendes erlebt. Das bedeutet nicht, dass man am Geld anhaften sollte.  Aber ich sehe auch keinen Grund, es fernzuhalten oder zurückzuweisen.

Wie leben Sie Spiritualität im Alltag? Gibt es feste Rituale oder Gemeinschaften?

Ich versuche immer wieder, mich mit meinem inneren Kern und meiner inneren Führung zu verbinden. Es gelingt mal mehr, mal weniger. Doch ich merke: Wenn es gelingt, erlebe ich eine ganz andere Qualität im Leben.

Welche Rolle spielt die Dankbarkeit in Ihrem Leben?

Eine große. Ich mache mir immer wieder bewusst, wie viele Gründe ich habe, dankbar zu sein, schreibe das auch oft auf.  Und es sind sehr, sehr viele.

Wenn ich ein Tief habe und mir diese Gründe für Dankbarkeit bewusst mache, kann ich mich oft innerhalb weniger Minuten aus dem Tief befreien.

Welche Bedeutung wird die Spiritualität in Zukunft haben? Werden wir uns verstärkt zu bewusst spirituellen Menschen entwickeln (müssen)? Wird es gar einen Wertewandel geben?

Was die Zukunft genau bringt, kann ich nicht vorhersagen. Meine Wahrnehmung ist, dass für immer mehr Menschen Spiritualität wichtig wird. Und das stimmt mich hoffnungsvoll. Ich habe auch den Eindruck, dass die Verbindung von Spiritualität und beruflichem Alltag für viele wichtiger wird. Auch das stimmt mich hoffnungsvoll. Ich sehe eine große Chance, das Zusammenleben hier auf diesem Planeten und auch die Vorgehensweisen in der Wirtschaft auf eine neue Ebene zu bringen, auf der andere Werte wichtig werden, als sie in der Vergangenheit praktiziert wurden.

Mein großer Respekt gilt all denen, die als Pioniere dafür unterwegs sind, unter anderem auch Therapeutic Touch Anwender, die sich selbst auf diese neuen Erfahrungen einlassen und auch anderen neue Erfahrungen ermöglichen.

 

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Topics: Bücher, Lebensfragen, Persönlichkeitsentwicklung, Therapeutic Touch, Therapeutic Touch Practitioner | 25 Kommentare »

25 Kommentare to “Spiritualität im beruflichen Leben – (wie) geht das?”

  1. Michèle meint:
    17.Januar 2014 at 06:45

    Toll! Monika Birkner spricht mir aus dem Herzen und aus dem Alltag. Ich habe schon sehr jung eine Therapeutinnen-Ausbildung gemacht und bin schon seit Anfang meiner „Berufskarriere Selbständigerwerbende. Das Problem des „Geld verdienen“ mit der eigenen „Intuition“, mit dem „aussergewöhnlichen“ Talent, und das ist es auf jeden Fall, ist niemals und soll auch niemals, selbstverständlich sein. Man wird bestimmt mit den Jahren sicherer und selbstbewusster. Aber ich denke eben das „abheben“ und die Arroganz sind ein Zeichen für Prozessstillstand. Intuition ist eine Führung in vielen Belangen. Intuition wird aber auch viel zu weit gesucht. Man strengt sich an, will die Intuition ans Licht bringen. Intuition und Spiritualität sind ein ständiger Prozess und eben das ist Wachstum und absolut spannend, immer wieder. Die Kombination Wirtschaft und Spiritualität ist zeitgemäss und drängt sich in der heutigen Wirtschaftslage auf. Aber nicht nur da. Burn-out ist das heutige Schlagwort. Viele Menschen sind ausgebrannt und sehen keinen Sinn mehr in Ihrem Leben und in Ihrer Arbeit. Da ist Intuition und Spiritualität der Weg des sich selber spüren lernens und für sich selber entscheiden können, ein Weg der Heilung und der Freude.

  2. Annja Weinberger meint:
    17.Januar 2014 at 11:14

    Vielen Dank für dieses Interview!

    Jeder kann ein Kanal sein für heilsame Energie – das ist ein Gedanke von Frau Birkner, den ich sehr wichtig finde.

    Ich erlebe es bei mir, bei Freunden, bei meinen Kunden, so, dass der Wunsch, Gutes in die Welt zu bringen – für sich und andere – eine große Triebkraft ist.

    Und das kann auf zwei Ebenen zugleich geschehen: Auf der Ebene der Formen (das Was) und auf der Ebene des Formlosen (das Wie).

    Bei mir ist es immer öfter so: Nur wenn das Wie eine heilsame Energie hat und durchscheint, interessiert mich das Was.

    In diesem schönen Interview scheint eine Menge heilsame Energie durch 🙂

  3. Vera Bartholomay meint:
    17.Januar 2014 at 16:06

    Liebe Annja, das hast du wirklich schön ausgedrückt: „Nur wenn das Wie eine heilsame Energie hat und durchscheint, interessiert mich das Was“. Das sollte ein Leitsatz für ganz viele Berufe werden, dann würde die Welt anders aussehen. Liebe Grüße, Vera

  4. Monika Birkner meint:
    17.Januar 2014 at 14:54

    Liebe Michèle, danke schön für Ihren Kommentar. Ich sehe es auch so, dass gerade in heutigen Zeiten Spiritualität und Intuition für viele Menschen immer wichtiger werden. Ich kenne so viele Menschen, die Erfahrung mit Burn-out haben oder mit ähnlichen Zuständen. Und ich kenne auch Beispiele, wo gerade diese Erfahrung dazu geführt hat, die eigene Intuition kennen und ihr vertrauen zu lernen. Und das selbst von Menschen, die zuvor sehr, sehr kopfgesteuert waren und eher technisch ausgerichtet.

  5. Beate Loew meint:
    19.Januar 2014 at 12:50

    Auch ich bedanke mich ganz herzlich für dieses tolle Gespräch! Es ist einfach ein faszinierendes Thema!! Äußerlich sieht es ja immer mehr so aus, als ob die politisch/wirtschaftliche Entwicklung immer härter und unspiritueller wird. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass diese Entwicklung begrenzt ist und ein Ende, einen Umschwung haben wird. Es gibt unwahrscheinlich viele EinzelgängerInnen, die „im verborgenen“ oder unspektakulär schon wirken. – Ich zähle mich zwar nicht dazu, aber wenn ich mir die Wahnsinnsnoten meiner derzeitigen Ausbildung zur Seelsorgerin (ausschließlich „Sehr gut“ ) betrachte, mein berufliches Umfeld bei der Lebenshilfe, meine tolle Beziehung zu meinen Töchtern und Enkelkindern und meine wunderbare Ehe betrachte, dann muss ich auf dem richtigen Weg sein ( nach einem ziemlich chaotischen „Vorleben“ ) . Ja, die Autorin hat recht, Spiritualität ist nicht etwas, was wir bestimmten Bereichen zuordnen können; entweder sie durchdringt uns ganz oder gar nicht?
    Ganz liebe Grüße an alle
    Beate

  6. Monika Birkner meint:
    20.Januar 2014 at 10:19

    Liebe Frau Weinberger,

    danke schön für Ihren Kommentar. Den Wunsch, Gutes in die Welt zu bringen, erlebe auch ich als wichtige Triebkraft bie mir selbst und vielen Menschen meines Umfeldes. Doch das Wie spielt ebenfalls eine Rolle, das sehe ich genauso wie Sie. Gerade deshalb finde ich die eigene ständige Transformationsarbeit so wichtig. Denn sie beeinflusst nicht nur das Was, sondern noch mehr das Wie.

  7. Spiritualität im beruflichen Alltag von Selbstständigen – Interview mit mir | Das Business Transformation Blog von Monika Birkner meint:
    20.Januar 2014 at 18:14

    […] Alltag miteinander verbinden? Und was bedeutet das ganz konkret? Um diese Fragen dreht sich ein Interview, das Vera Bartholomay für ihr Blog mit mir geführt hat. Vera Bartholomay ist Therapeutin und […]

  8. Monika Hasler meint:
    20.Januar 2014 at 23:45

    Was das Thema Geld für Dienstleistung betrifft, so möchte ich dazu folgendes sagen: Wenn jemand Bedenken hat, ob er Geld für seine Begabung verlangen darf, geht es, so glaube ich, für diese Person in erster Linie darum, eine neue Beziehung zu Geld zu finden. Für mich scheint da irgendwie die weit verbreitete gesellschaftliche Übereinkunft durch, dass es nur in Ordnung ist, Geld zu nehmen, wenn man gekrampft hat dafür. Geld verdienen darf einem nicht leicht fallen – und schon gar nicht Spass machen.

    Ist es nicht langsam an der Zeit, solche alten Zöpfe abzuschneiden und auch hinter Geld die spirituelle Dimension zu entdecken? Alles was dem Leben dient ist doch spirituell, nicht? Auch Geld hat diese Dimension und ist nur eine Form des Austauschs zwischen Menschen. Und jeder Austausch ist nur dann fruchtbar, wenn man sich gut fühlt dabei, richtig gut. Lasst uns lernen, uns gut zu fühlen, wenn wir ein Honorar verlangen für unsere wertvollen Dienstleistungen, auch wenn sie auf ‚geschenkten‘ Begabungen basieren!

  9. Vera Bartholomay meint:
    21.Januar 2014 at 05:49

    Danke für diese anregenden Gedanken! Herzliche Grüße, Vera Bartholomay

  10. Monika Birkner meint:
    21.Januar 2014 at 12:58

    Liebe Frau Hasler,

    Ihr Satz „Alles was dem Leben dient ist doch spirituell, nicht?“ bringt es sehr gut auf den Punkt. Danke schön. Ein neues Verhältnis zum Geld und Geld verdienen halte ich auch für ein wichtiges Thema. Und noch eine Ergänzung: Selbst wenn unsere Begabungen uns „geschenkt“ sind, müssen wir doch einiges dafür tun, damit sie zur Reife gelangen.

  11. Silke Brackert meint:
    21.Januar 2014 at 16:33

    Vielen Dank für dieses sehr inspirierende Interview mit Frau Birkner. Es scheint zunächst nicht so leicht zu sein, das berufliche Bild und die persönliche spirituelle Seite zusammen zu bringen. Daher freut es mich umso mehr, wenn es immer mehr Menschen gelingt. Ja, die Selbstständigkeit bietet hierfür sehr viele Gelegenheiten, innerlich zu wachsen und gerade das Thema Geld eignet sich auch hervorragend als Herausforderung.
    Denn alles im Leben ist durchdrungen von Spiritualität. Das lässt sich für mich auch nicht mehr trennen. So erlebe ich auch das Sein als Mutter immer wieder als eine Herausforderung an mein inneres Wachstum.

    Ich danke ihnen für diesen Artikel!

    Silke Brackert

  12. Philipp meint:
    21.Januar 2014 at 23:35

    Vera Bartholomay: Wir denken oft, unsere spirituelle Seite und das berufliche Leben wären zwangsläufige getrennte Bereiche.
    Hallo Vera, hallo Monika,
    wenn der Beruf wirkliche Berufung ist, und nicht nur Mittel zum Zweck, Mittel, um möglichst viel Geld zu verdienen, egal, ob andere das Produkt oder die Dienstleistung brauchen, wollen oder/und auch bezahlen können, lässt sich das gar nicht trennen. Ich glaube, dass einer der Hauptgründe, warum Menschen heute „ausbrennen“, die Tatsache ist, dass sie sich total verbiegen (ob sie es müssen, oder freiwillig tun ist aus meiner Sicht dabei unbedeutend, sie tun es – und das wirkt sich früher oder später negativ auf alles aus). Das hat natürlich auch etwas mit Identifikation zu tun (mit dem Job, mit den Vorgesetzten, mit der Moral, den Leitsätzen und ob diese auch wirklich gelebt werden, etc….). Spiritualität kann man sicher eher in einer Selbstständigkeit ausleben, als als Angestellter, wo man i.d.Regel weisungsgebunden ist. Sehr interessanter Artikel! Viele Grüße und alles Gute
    Philipp

  13. Vera Bartholomay meint:
    22.Januar 2014 at 05:56

    Ich denke auch, dass viele Burn-Out-Fälle mit dem fehlenden persönlichen Sinn in der Arbeitsaufgabe / im Leben zu tun haben – damit meine ich nicht nur die spirituelle Seite, sondern auch alles andere, was „Sinn stiftet“. Danke für den Hinweis auf diesen Aspekt!

  14. Evelyn Böhler meint:
    22.Januar 2014 at 09:50

    Liebe Frau Birkner, liebe Frau Bartholomay,
    Sie bringen in diesem Interview die Quintessenz auf den Punkt. Und… Sie sprechen mir aus der Seele! So ähnlich geht es auch mir in meinem Beruf als Marketerin und Energetikerin. Frau Birkner, Sie sind so herzerfrischend ehrlich und lassen sich in Ihre „Business-Karten“ blicken. Ich habe kürzlich Ihre Best of Birkner-Texte durchgelesen 🙂
    Alles Liebe aus Vorarlberg

  15. ina machold meint:
    23.Januar 2014 at 18:25

    Liebe Frau Bartholomay, liebe Frau Birkner,

    herzlichen Dank für das Interview und Ihren Mut, sich mit diesem scheinbaren Spagat sichtbar zu machen!
    Und herzlichen Dank für den Impuls… ich wollte kommentieren, nun ist ein kleiner Blogartikel daraus geworden: http://konflikte-entfalten.de/spinnt-sie-jetzt-vollig-spiritualitat-im-beruflichen-alltag/

    Alles Gute für Sie
    ina machold

  16. Monika Birkner meint:
    27.Januar 2014 at 11:32

    Ich bin ganz überwältigt von diesen Kommentaren, von denen ich einige jetzt erst sehe.

    @Beate Loew: Liebe Frau Loew, danke schön für Ihren Kommentar. Als Seelsorgerin und auch in Ihren anderen Rollen sind Sie ja an einer ganz wichtigen Position, um in diesen scheinbar unspirituellen Zeiten andere Menschen zu unterstützen. Meine Wahrnehmung ist, dass es mittlerweile noch viele gibt, die eher im Verborgenen wirken, und auch viele, die sich mehr und mehr nach außen zeigen. Letztlich sind wir alle in einem individuellen Entwicklungsprozess, wo zu verschiedenen Zeiten Verschiedenes ansteht und wir in verschiedener Weise Möglichkeiten haben, auch andere zu unterstützen.

    @Silke Brackert: Liebe Frau Brackert, das Leben bietet uns viele Möglichkeiten des – auch spirituellen – Wachstums. Selbstständigkeit ist eine davon und ebenso Elternerfahrungen. Danke für diesen wichtigen Hinweis.

    @Philipp: Lieber Philipp, in meiner eigenen Angestelltenzeit habe ich viel „Verbiegen“ erlebt. Darum schätze ich den Freiraum, den die Selbstständigkeit bietet. Doch ohne die spirituelle Dimension wäre mir das zu wenig. Ich denke auch, dass Burn-out nicht lediglich ein medizinisches Phänomen ist , sondern sehr viel auch mit den Sinn-Themen zu tun hat. Danke schön für diese Aspekte.

    @Evelyn Böhler: Liebe Frau Böhler, danke schön! Marketerin und Energetikerin – das ist ja eine spannende Mischung. Ich bin übrigens auch überzeugt, dass Marketing sehr viel mit Energie zu tun hat:-)

    @Ina Machold: Liebe Frau Machold, danke schön für Ihren tollen Artikel. Ich habe mich im Kommentar in Ihrem Blog auf ein paar Aspekte beschränkt – es gäbe noch so viel mehr Anknüpfungspunkte.

  17. ina machold meint:
    2.Februar 2014 at 10:31

    Liebe Frau Bartholomay, liebe Frau Birkner,

    hier ist nun also die Blogparade zu diesem wundervollen Thema!

    http://konflikte-entfalten.de/einladung-zur-blogparade-beruflicher-alltag-und-spiritualitaet/

    Ich freue mich sehr und bin gespannt, was sich entfaltet.
    Vielen Dank für den schönen Austausch und den Impuls!
    Herzliche Grüße
    ina machold

  18. Vera Bartholomay meint:
    2.Februar 2014 at 11:14

    Liebe Frau Machold, Sie setzen die Idee ja schnell um. Das freut mich! Ich werde der „Parade“ mit Interesse folgen. Liebe Grüße, Vera Bartholomay

  19. Monika Birkner meint:
    3.Februar 2014 at 13:34

    Liebe Frau Machold,

    ich freue mich, dass Sie sich haben „erwischen“ lassen und hoffe auf viele spannende Beiträge. Ich werde mich natürlich ebenfalls beteiligen.

  20. Rosmarie Holterman meint:
    7.Februar 2014 at 13:47

    Liebe Frau Bartholomay, liebe Monika Birkner,
    ja, ein solches Interview war aber wirklich fällig. Ich selber durfte schon vielfach lernen, dass sich die beiden Phänomene nicht ausschließen. 1) ist es ja nicht umsonst, dass wir noch in dieser dualen Welt leben und dort etwas lernen dürfen. 2) habe ich manchmal den Eindruck, dass von den Verfechtern des Themas: das schließt sich doch aus! ein bisschen spiritueller Hochmut im Spiel ist. Wer erhält diese Menschen denn finanziell am Leben? Da muss dann doch jemand im Hintergrund sein, der den Lebensunterhalt bezahlt, oder?
    Herzlichen Dank für Ihre/Eure Gedanken, sonnige Grüße
    Rosmarie Holterman

  21. Vera Bartholomay meint:
    9.Februar 2014 at 07:25

    Liebe Frau Holtermann,
    Sie haben vollkommen recht. Diese Zweiteilung wird für viele Menschen zunehmend unsinniger und unstimmiger. Deshalb stösst gerade dieses Interview im Moment offenbar auf großes Interesse.
    Herzliche Grüße
    Vera Bartholomay

  22. Daniela meint:
    13.Februar 2014 at 09:36

    Der Satz „Wir sind spirituelle Wesen, die menschliche Erfahrungen machen“ – ist bekannt, manchmal auch strapaziert – dennoch er trifft das Wesentliche, das Wesen an sich – und das ist eben spirituell.

    Deshalb können wir gar nicht „unspirituell“ SEIN, selbst wenn unser Lebensstil sich dazu nicht outet. Ich erlebe in meinem Alltag oft, dass ganz viele Menschen, die TIEFE vermissen – und finden sie in der Ganzheit ihres SEINS, indem sie ihr spirituelles ICH annehmen und ihm LebensRAUM schenken.

    In diesem Sinne .. Herzensgrüße @all aus Kitzbühel’s Bergen

    Daniela Hutter

    ✿◠‿◠)✿….

  23. Vera Bartholomay meint:
    13.Februar 2014 at 10:18

    Liebe Frau Hutter, ich kann aus der Erfahrung meiner therapeutischen Arbeit absolut bestätigen, dass enorm viele Menschen Tiefe vermissen – oder nennen wir es vielleicht auch einen höheren Lebenssinn. Manchmal denke ich sogar, dass ist einer der wichtigeren Gründe für die vielen Depressionen. Danke für diese Ergänzung! Herzliche Grüße, Vera Bartholomay

  24. Monika Birkner meint:
    14.Februar 2014 at 17:21

    Liebe Frau Holtermann,

    danke für Ihren Kommentar. Ja, das kann dann schon zu interessanten Konstellationen führen, wenn man mit Geld einnehmen für die eigene Arbeit Probleme hat, aber es dann von „Sponsoren“ nimmt.

  25. Monika Birkner meint:
    14.Februar 2014 at 17:22

    Liebe Frau Hutter, liebe Frau Bartholomay,

    ich glaube auch, dass hier Ursachen liegen können für Depressionen, Burn-out u.ä. weit verbreitete Phänomene.

Kommentare