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Rückwärts in die Heilung

Von Vera Bartholomay | 4.Mai 2016

Rückwärts in die Heilung

Rückwärts in die Heilung

 

Deine Vergangenheit erwischt dich manchmal „von hinten“. Ohne jegliche Vorbereitung. Ohne zu fragen, ob es gerade in deinem Leben passt, steht sie vor dir. In Form von Menschen, Gedanken, Orten. Sie löst nicht nur alte Erinnerungen aus. Konflikte kommen hoch – offenbar immer noch nicht geklärt oder gänzlich bewältigt. Eine tiefe Trauer über das, was war oder auch nicht war. Das unumgängliche Begreifen der Vergänglichkeit. Diese Zeiten sind wirklich vorbei. Einige Menschen kommen nie wieder. Bestimmte Orte sind für dich nicht mehr erreichbar.

Aber auch die Begegnung mit dir als die Person, die du warst. Kannst du sie akzeptieren und annehmen? Oder gar lieben? Oder haderst du noch mit ihr? Kannst du dein früheres Ich verstehen – ihre Beweggründe sehen? Und war sie gar so anders, als du heute bist?

Was geschah in deiner Vergangenheit, was offenbar dazugehören musste, um die Persönlichkeit zu werden, die du heute bist?

Und war alles wirklich so, wie du es erlebt hast? Berichten andere Menschen ganz anders davon? Haben sie auch dich anders wahrgenommen als du selbst?

Auch wenn die Begegnung mit vergangenen Zeiten und Menschen schmerzhaft sein kann, sie bietet große Heilungschancen. Indem du einiges zurechtrücken kannst, Altes mit den Augen eines erwachsenen Menschen statt eines Kindes anschauen kannst, neue Klarheit gewinnen kannst. Und indem du bewusst Altes gehen lässt, was nicht mehr zu deinem Leben gehören soll. In Achtung und Liebe, aber großer Klarheit.

 

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Topics: Glück, Lebensfragen, Persönlichkeitsentwicklung, Therapeutic Touch | 2 Kommentare »

2 Kommentare to “Rückwärts in die Heilung”

  1. Cornelia Messmer meint:
    5.Mai 2016 at 07:19

    Liebe Frau Bartholomay,

    danke für den schönen Text, dessen Inhalt sich im Moment konkret in meinem Leben zeigt.
    Durch erneutes beschäftigen mit meinen Ahnen entdeckte ich ein „Geheimnis“und ich bin dabei es zu sortieren und zu integrieren. Doch da das Leben immer unterstützend wirkt, traf ich gestern „zufällig“ eine Dame auf einer Bank, die mir fehlende Puzzelteile erzählte.
    Heute kann ich mich der Menschen, die in meiner Kindheit und Jugend um mich waren, aus dem Herzen und mit Mitgefühl erinnern.In jüngerern Jahren war da nur viel Schmerz.
    Es ist schade, daß manches viel Zeit braucht um sich zu wandeln. Gerne hätte ich mit Menschen aus der Vergangenheit in Liebe Abschied genommen.

    Herzliche Grüße,

    Cornelia.

  2. Vera Bartholomay meint:
    5.Mai 2016 at 07:58

    Danke für diese persönlichen Worte! Herzliche Grüße, Vera Bartholomay

Kommentare