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Heilige Zeiten

Von Vera Bartholomay | 8.Februar 2018

Stille Stunden am Morgen

Q: Pixabay

Unsere Tage sind so voll von Dringlichkeiten, Terminen, Aktivitäten in klein-klein und groß-groß, dass wir über weite Strecken vollkommen vergessen, dass es in unserem Leben immer auch heilige Zeiten geben sollte. Diese werden uns aber in den seltensten Fällen von außen vorgegeben. Denn die wenigsten von uns leben nach Vorgaben einer Glaubensgemeinschaft oder ähnlicher Gruppen. Noch vorhandene Traditionen und Riten haben auch an Selbstverständlichkeit verloren und jeder von uns trägt allein die Verantwortung dafür, wie stark wir sie noch in unseren Alltag integrieren wollen und können.

Persönlich habe ich irgendwann gemerkt, dass sie mir fehlen, diese heiligen Zeiten. Und dass ich ihnen bewusst wieder einen Platz in meinem Leben geben will.

Für mich haben sich die ganz frühen Morgenstunden angeboten, da ich meist als Erste wach bin und zu dieser Zeit keinerlei Ablenkung durch Alltagsaktivitäten vorhanden ist.

Mein Tag fängt in der Stille an. Noch ist es draußen ganz dunkel, der Raum wird nur von einer Kerze beleuchtet. Innerlich bin ich teilweise in der Übergangsphase zwischen Schlaf und richtig wach. Es darf alles still sein. Gar nichts muss in diesen Minuten entstehen. Ich folge keinen Regeln oder Vorgaben, weder im Ablauf noch in der zeitlichen Dauer. Es ist auch keine Meditation im klassischen Sinne, eher ein „Nach innen und außen horchen“.

Was will in dieser Stille entstehen? Was will gehört werden? Will eine Botschaft zu mir durchdringen? Will etwas aus mir hinaus in die große Weite? Spüre ich Dankbarkeit für alles, was mir geschenkt worden ist? Gebe ich reichlich weiter? Kann ich etwas Belastendes oder Ungutes heute gehen lassen? Lebe ich meine wahre Bestimmung an diesem Tag, der vor mir liegt?

Diese Stunden sind eine große Kostbarkeit in meinem Leben geworden. Meine ganz persönliche heilige Zeit.

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Topics: Allgemein, Inspirationen, Lebensfragen, Spiritualität | 6 Kommentare »

6 Kommentare to “Heilige Zeiten”

  1. Dorothea Ihme meint:
    8.Februar 2018 at 10:51

    liebe Vera,
    eben dachte ich an dich, wann ich dich wiedersehe – und da macht es pling und dein newsletter ist da.
    (There are more things between heaven and earth.)

    Zu deiner heiligen Zeit.
    seit einigen Monaten habe ich mir angewöhnt, bevor ich in den Tag sprinte und schon mit dem Teewasser aufsetzen in Aktivität verfalle, mich noch im Bett liegend zu fragen: wie geht es mir eigentlich?
    Ein erster wohltuender Schritt.
    Nach deinen Antregungen werde ich es jetzt erweitern. Mal sehn.
    Herzliche Grüße
    Dorothea

  2. Vera Bartholomay meint:
    8.Februar 2018 at 11:03

    Das ist doch schön, liebe Dorothea! Und ich hoffe, wir sehen uns ganz bald! Gruß, Vera

  3. Christine Pehl meint:
    8.Februar 2018 at 13:55

    Liebe Vera,

    es ist immer wohltuend deine Impulse zu lesen. Ich spüre den Raum, der sich öffnet – welche Botschaft möchte aus der Welt zu mir und von mir in die Welt. Wie schön. Hab Dank.

    Christine

  4. Vera Bartholomay meint:
    9.Februar 2018 at 06:19

    Liebe Christine, ich freue mich immer, wenn meine Worte gut bei euch ankommen! Einen ganz lieben Gruß von Vera

  5. Sabine Büngener-Holder meint:
    12.Februar 2018 at 10:22

    Liebe Vera,
    ja Zeit…Zeit für sich, meist Zeit für andere,..lauschen, innehalten…uns geht im Trubel die Aufmerksamkeit für den Moment meist verloren.
    „In dir selbst ist eine Ruhe
    und ein Heiligtum,
    in welches du dich jederzeit zurückziehen
    und ganz du selbst sein kannst“
    Hermann Hesse
    Liebe Grüße aus Berlin,
    Sabine

  6. Vera Bartholomay meint:
    12.Februar 2018 at 14:40

    Danke dir für diese schönen Zeilen, liebe Sabine! Gruß, Vera

Kommentare