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Wie leise sind die wirklichen Wunder

Von verared | 2.März 2018

Bildquelle: Vera Bartholomay

“Zwei, die für einige Zeit Ruhe gefunden hatten, eine Ruhe, die nicht, wie so oft, mit Verlassenheit zu tun hatte, sondern mit Geborgenheit. In der Früh beim Kaffeetrinken, das Kind krabbelte am Boden, Margot saß am Tisch und hielt die Windeln des Kindes durch ständiges Stopfen am Leben, neue waren nicht zu bekommen, ein weiteres Zeichen dieser Glanzzeit. Ich lehnte am Fenster, wir redeten über Allfälliges. Mehr passierte nicht. Und ich weiß, es sind schon ereignisreichere Geschichten von der Liebe erzählt worden, und doch bestehe ich darauf, dass meine Geschichte eine der schönsten ist. Nimm es oder lass es.“

Arno Geiger hat in dem eindrucksvollen Roman „Unter der Drachenwand“ den Alltag im 2. Weltkrieg beschrieben wie kaum einer. Vielleicht auch gerade, weil die Fragilität in dieser dramatischen Zeit so präsent ist.

Denn – wie Antoine de Saint Exupéry es sagt…“Wie wenig Lärm machen die wirklichen Wunder! Wie einfach sind die wesentlichen Ereignisse!“

Vielleicht gehörst du auch zu den Menschen, die in der Fastenzeit auf etwas verzichten oder etwas mit besonderer Aufmerksamkeit machen wollen. Für mich ist es dieses Jahr der Wunsch, intensiver die kleinen Wunder und tiefen Zufriedenheitsmomente wahrzunehmen. Gerade die ganz alltäglichen, die wir oft erst bemerken, wenn sie eines Tages nicht mehr da sind. Der blaue Himmel, Zeit mit nahestehenden Menschen, eine erholsame Nacht im Tiefschlaf, das wiedergefundene Wort….

 

 

 

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Dieser Beitrag ist Teil 37 von 38 der Serie Buch- und Filmempfehlungen

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