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Der unendliche Augenblick – Buchtipp

Von Vera Bartholomay | 5.März 2017

Warum Zeiten der Unsicherheit so wertvoll sind

Der unendliche Augenblick

Warum Zeiten der Unsicherheit so wertvoll sind – von Natalie Knapp

Ein wirklich kostbares Buch für die Zeiten, die wir alle nicht mögen, die aber unvermeidbar sind. Wenn große Veränderungen sich anbahnen, alles anders wird, der Boden nicht mehr wie gewohnt trägt und wir umdenken müssen.

Aber wenn alte Regeln nicht mehr gelten und neue noch nicht da sind, schaffen diese Übergänge kreative Freiräume mit möglichen Lösungen, die vorher vielleicht undenkbar waren. Nicht nur im Privaten, sondern auch gesellschaftlich.

Natalie Knapp findet solche Übergänge in der Natur – in den Regionen zwischen Wald und Feld, aber auch in den unterschiedlichsten Lebensphasen – bei der Geburt, in der Pubertät oder beim Verlust eines nahen Menschen – sei es durch Trennung oder Tod. All diese Übergänge haben etwas gemeinsam: sie öffnen einen ganz neuen Raum mit ganz anderen Prioritäten.

„Zu keinem anderen Zeitpunkt stehen die Tore zum Wesentlichen so weit offen, zu keinem anderen Zeitpunkt ist es leichter zu erkennen, was wirklich zählt.“

Menschen leben grundsätzlich im Ur-Widerspruch zwischen Bewahren und Verwandeln. Krisen deuten auf die Notwendigkeit einer Wandlung des Bisherigen. Für unsere Gesellschaft könnte das auch bedeuten, dass wir uns für eine neue Bewusstseinsform öffnen müssen. Die Zeichen sind da: immer mehr Menschen engagieren sich nicht mehr nur für ihren eigenen Wohlstand und Behaglichkeit, sondern auch für höhere menschliche Werte, was wir in der Flüchtlingskrise mit den unzähligen ehrenamtlichen Helfern erlebt haben.

Die Philosophin Natalie Knapp bestärkt uns darin, Umbruchsituationen oder Schicksalsschläge nicht nur so schnell wie möglich „in den Griff“ bekommen zu wollen, sondern sie auf einer neuen Art wertzuschätzen und zu nützen.

Natalie Knapp: „Der unendliche Augenblick – Warum Zeiten der Unsicherheit so wertvoll sind“

Rowohlt Verlag, 320 Seiten, 19,95 Euro.

 

Themen: Bücher, Glück, Inspirationen, Natur, Persönlichkeitsentwicklung | Kein Kommentar »

„Rückkehr an den Ganges“ – Filmtipp

Von Vera Bartholomay | 5.März 2017

Indien

Film mit Wolf-Dieter Storl

 

Der Kulturanthropologe und Ethnobiologe Wolf-Dieter Storl wird den meisten bekannt sein, vor allem durch seine vielen Bücher zum Thema Mythologie und Heilwirkung von Pflanzen – und auch über die Beziehung zwischen Pflanzen und Menschen.

Die wenigsten wissen aber, dass der Pflanzenexperte in den 1980er Jahren eine Zeitlang in Indien lebte und sich seitdem mit diesem Land, der Kultur und den Pflanzen dort eng verbunden fühlt.

In diesem Film begleiten wir ihn bei seinem Wiedersehen mit Indien. Mit der Pflanzenwelt und Pflanzenexperten – u.a. in einem inspirierenden Gespräch mit der Friedensaktivistin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises Vandana Shiva. Diese beeindruckende Frau ist außerdem promovierte Quantenphysikerin, Umweltschützerin, Feministin und Bürgerrechtlerin, Vorstandsmitglied im Weltzukunftsrat und vieles mehr. Sie bekämpft u.a. den Anbau von genetisch verändertem Saatgut und der darauffolgenden finanziellen Abhängigkeit der indischen Bauern von großen Nahrungsmittelspekulanten, indem u.a. Saatgutdepots mit heimischen Pflanzen den Bauern kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Parallel erleben wir aber auch, wie ein befreundeter junger Inder vor der schwierigen Entscheidung steht: Soll er die Frau heiraten, die seine Eltern für ihn vorgesehen haben, oder seinem Herzen folgen und seine Liebe heiraten? In diesem Konflikt treffen alte und neue Werte und Traditionen aufeinander.

Facettenreiche Eindrücke eines faszinierenden Landes.

 

Regie: Johanna Michna
Produktion: Ingo Storl, Storlmedia
Erhältlich bei shop.storl.de oder im Buchhandel

 

Themen: Film, Inspirationen, Lebensfragen, Natur | Kein Kommentar »

Der goldene Scherbenhaufen

Von Vera Bartholomay | 2.März 2017

Der goldene Scherbehaufen

Es sind die Scherben, die eine Geschichte erzählen.

Alles, was einmal zerbrach.

Was notdürftig geklebt wurde.

Teile, die nicht mehr zu retten waren und deshalb fehlen.

Wenn du nicht mehr blutjung bist, hast du einige dieser Scherbenstücke. Manche stehen ganz hinten im Schrank. Fast verschämt und verdeckt vom neuen, schönen Porzellan.

Immer aber weißt du um ihre Existenz.

Auch an den Tagen, wo das Glück dein Leben zum Strahlen bringt. Ohne diese zerbrochenen Teile würdest du das goldene Leuchten nicht tief in deine Zellen aufsaugen, würden deine Füße heute nicht auf purer Leichtigkeit stehen können.

Vielleicht holst du manchmal ein paar verblasste Teile hervor, streicht mit dem Finger über den kantigen, schlecht geklebten Riss. Und an guten Tagen kannst du dich in Dankbarkeit von etwas trennen. Etwas, das viel zu lange geschmerzt hat.

Themen: Berührung, Glück, Lebensfragen, Persönlichkeitsentwicklung, Therapeutic Touch | Kein Kommentar »

Das innere Meer – Filmtipp über die Kraft der Intuition

Von Vera Bartholomay | 23.Februar 2017

 

Die Unendlichkeit unserer Innenwelt

Die Kraft der Intuition

Wir wissen längst, dass wir nicht unser volles Potential leben – aber woran scheitern wir eigentlich? Zwei Isländerinnen –  Hrund Gunnsteinsdottír und Kristín Ólafsdottír – wollten es herausfinden und begab sich in Gesprächen mit berühmten Wissenschaftlern, Künstlern und spirituellen Meistern auf die Suche nach Lösungen, wie wir Menschen unseren Weg zu mehr Empathie, zu unseren ursprünglichen Gefühlen und unserer Vorstellungskraft zurückfinden können. Das Ergebnis:

Eine wunderbare, inspirierende und mutmachende Dokumentation: InnSæi – Die Kraft der Intuition.

InnSæi – das Meer in dir – dieses alte isländische Wort beschreibt, dass nicht nur der Verstand und das logische Denken uns Antworten geben können, sondern eben das unendliche „Meer“ in uns  – unser Fühlen, unsere Intuition, unsere Fähigkeit zur Empathie, unsere Beziehung zur Natur und der Welt um uns herum.

Der Psychiater Iain McGilchrist definiert Intuition als Bewusstsein für feinstoffliche Dinge, die außerhalb unserer Aufmerksamkeit liegen, alles das, was wir unbewusst und unterbewusst wahrnehmen. Da 95 bis 99 Prozent unserer geistigen Prozesse in diesem unbewussten Zustand stattfinden, ignorieren wir unser tiefstes Wissen, wenn wir diese ausschalten.

Malidoma Somé – ein „elder“  des Dagara Volkes in Westafrika – meint, unsere verlorene Empathiefähigkeit führe auch zu einem fehlenden Respekt allem Weiblichen gegenüber. „So lange das Weibliche unterdrückt wird, ist unsere Verbindung zu Mutter Erde in Frage gestellt. Wir haben die Erde so sehr missbraucht und die Orientierung verloren.“

Im Film auch ein wunderbares Gespräch mit der Künstlerin Marina Abramovic – bekannt u.a. durch ihre Performance mit schweigenden und zutiefst berührenden individuellen Begegnungen mit fremden Menschen im MoMa, New York.

Und ein hoffnungsvolles Schulprojekt aus London, wo Kinder in Empathie und innerer Wahrnehmungsfähigkeit unterrichtet werden.

Hast du diesen wunderbaren Film im Kino verpasst? Jetzt gibt es ihn auf DVD.

http://mindjazz-pictures.de/produkt/innsaei-dvd/

 

Themen: Film, Inspirationen, Lebensfragen, Natur, Persönlichkeitsentwicklung, Spiritualität | Kein Kommentar »

Gemeinschaftsbildung

Von Vera Bartholomay | 8.Februar 2017

Gemeinschaftsbildung

Wir leben in den unterschiedlichsten Arten von gesellschaftlichen Gemeinschaften. Wie schwer das manchmal sein kann, wissen wir alle. Gerade da, wo man versucht, anders miteinander umzugehen und eine wirkliche Gemeinschaft zu etablieren, stößt man schnell auf Grenzen.

Milton Scott Peck hat nach langjähriger Erfahrung im Bereich der Gemeinschaftsbildung ein wertvolles Buch geschaffen, in dem die Gesetzmäßigkeiten von Gemeinschaften klarer werden.

So beschreibt er die 4 Hauptphasen einer solchen Gemeinschaftsbildung:
Phase 1 ist die Pseudogemeinschaft, in der man (noch) ausgeprägt nett zueinander ist. Dann kommt in Phase 2 das Chaos, in dem zurückgedrängte Gefühle zum Vorschein kommen. In Phase 3 entsteht Leere, eine Zeit der Stille und des Übergangs. In dieser  Phase muss man es aushalten, dass man nicht weiß, was jetzt entstehen wird und sich so weit wie möglich von klaren Vorstellungen und auch Vorurteilen befreien. Hier besteht die Gefahr, dass man die Leere nicht aushält und anfängt, alles bis ins kleinste durchzuorganisieren. Aber erst nach einer Phase der Leere kann eine Gruppe in Phase 4 übertreten – zu einer wirklichen Gemeinschaft mit großer Ehrlichkeit und tiefer Anteilnahme.

Das Ziel einer Gemeinschaftsbildung dieser anderen Art ist es, einen Weg zum gemeinsamen Herz einer Gruppe zu finden. Für die Widrigkeiten, auf die man unterwegs stößt, gibt Scott Peck sinnvolle Hilfen und Empfehlungen an die Hand.

Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle, die engagiert in Gemeinschaften leben oder arbeiten.

M. Scott Peck: Gemeinschaftsbildung – Der Weg zu authentischer Gemeinschaft. Eurotopia Verlag, 4. Auflage, 2015. Taschenbuch 17,90 EUR

 

Themen: Bücher, Inspirationen, Lebensfragen, Persönlichkeitsentwicklung | Kein Kommentar »

Frühlingswind im Winter

Von Vera Bartholomay | 4.Februar 2017

Frühlingsgefühle

Das neue Jahr hat kaum begonnen, es ist eindeutig noch Winter, aber ich stecke gefühlsmäßig gerade mitten im Frühlingswind. In diesem noch etwas kalten, auf jeden Fall aber sehr frischen Frühlingswind meiner Kindheit im hohen Norden. Der Himmel ist strahlend blau, aber die Sonne wärmt noch nicht. Der kühle Wind geht durch alle Knochen durch und ist dennoch voller Verheißung von all dem, was jetzt kommen wird und was möglich sein wird.

Aber zuerst muss ich den Frühjahrsputz erledigen. Ganze Räume ausmisten, viel wegwerfen, anderes liebevoll verabschieden, klarere Strukturen und ganz viel Platz schaffen. Den Dreck von Jahrzehnten aus den aller hintersten Ecken rausholen. Alle Fenster putzen und weit aufreißen. Und den Wind durchpusten lassen.

Eine Ahnung von Neubeginn mitten im Winter. Lassen wir uns überraschen, was jetzt möglich sein wird….

Hast du auch das dringende Bedürfnis, Altes zu entsorgen und neue Freiräume zu schaffen?

Konsequenter als ich es wohl je schaffen werde, geht TT-Practitioner Christine Pehl aus Augsburg mit dem Thema Minimalismus und Reduktion um. Hier findest du einen schönen Artikel über sie:

https://www.lifeguide-augsburg.de/magazin/weniger-ist-mehr

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Natur und Menschenseele

Von Vera Bartholomay | 1.Februar 2017

Bill Plotkin: Natur und Menschenseele

„Natur und Menschenseele – Das Lebensrad und die Mysterien eines seelenzentrierten Erwachsenseins“ – satte 591 Seiten liegen vor mir – ein Schwergewicht von einem Buch, aber nicht nur wegen der hohen Seitenzahl. Bill Plotkin beschreibt in seinen dichten, tiefgreifenden Reflektionen die mögliche Entwicklung eines (wie er es nennt) „seelenzentrierten“ Menschen.

Der Amerikaner Bill Plotkin ist Psychotherapeut mit Schwerpunkt Tiefenpsychologe und Initiationsarbeit in der Natur.

Angelehnt an das indianische Medizinrad ist auch sein Entwicklungsmodell ein acht-geteilter-Kreis – eine Reise durch die psychosozialen Lebensphasen vom „Unschuldigen“ zum „Weisen“. Jede Phase hat seine Berechtigung und seine besondere Aufgabe, und ist für eine gewisse Zeit absolut stimmig. Allerdings kommen viele Menschen in unseren westlichen Gesellschaften kaum über die ersten kindlichen und jugendlichen Stufen hinaus, mit den entsprechenden Problemen, die so viel Egozentrismus und Habgier für unsere Welt bedeutet.

Plotkin zeigt einen möglichen Entwicklungsweg von egozentrierten Menschen hin zu öko- und seelenzentrierten. Durch die Wandlung unserer Werte und Weltanschauungen können wir Konkurrenzdenken, Habgier und Konsumorientierung immer mehr hinter uns lassen und durch Umweltverbundenheit, Empathie und Kooperation ein reiferes, erfüllteres und sinnvolleres Leben erreichen.

Ein absolut empfehlenswertes Arbeitsbuch und Nachschlagewerk, in dem man über Jahre immer wieder neu lesen wird.

Bill Plotkin – „Natur und Menschenseele – Das Lebensrad und die Mysterien eines seelenzentrierten Erwachsenseins“, Arun Verlag, 2010, 29,95 EUR

 

 

Themen: Bücher, Glück, Inspirationen, Lebensfragen, Lebensrad, Persönlichkeitsentwicklung, Spiritualität | Kein Kommentar »

Liebe und Trauer

Von Vera Bartholomay | 30.Dezember 2016

Lebensstufen von Julian Barnes

„Lebensstufen“ von Julian Barnes

 

„Lebensstufen“ von Julian Barnes – ein Roman über geschichtsträchtige Ballonfahrten und die ersten Tage der Fotografie – und was all dies mit Liebe und Trauer zu tun hat.

Julian Barnes – der mit seinem Buch  „Vom Ende einer Geschichte“ den renommierten Man Booker Prize bekam –  erzählt in diesem kleinen Buch von seiner Liebe zu seiner Frau, von ihrem Sterben und seinem Umgang mit der Trauer.

Es ist eine kleine Perle geworden. Selten hat jemand so berührend und schonungslos ehrlich über einen persönlichen Verlust geschrieben:

„….es stimmt, man kommt drüber hinweg…. Aber man kommt nicht so drüber hinweg wie ein Zug über die Downs: raus aus dem Tunnel, hinein in den Sonnenschein und rasch hinabgerattert zum Ärmelkanal; man kommt heraus wie eine Möwe aus einem Öllache. Man ist geteert und gefedert fürs Leben.“

„Es gibt vieles, was uns nicht umbringt, aber auf ewig schwächt.“

Julian Barnes: Lebensstufen. btb, 9,99 EUR

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Eremitenzeit

Von Vera Bartholomay | 28.Dezember 2016

Ein großer gespannter Bogen zwischen dringenden Bedürfnissen….

Zwischen dem Bedürfnis nach Gemeinschaft und Zugehörigkeit, nach Gesprächen mit Gleichgesinnten, nach dem Leben mit den Menschen, nach Liebe. Und dem Bedürfnis nach stillen Zeiten im großen Alleinsein mit sich selbst. Um die Stimmen zu lauschen, die dann kommen. Und nur dann kommen.

Kaum jemand hat die Spannung dieses Bogens intensiver gelebt als der amerikanische Mönch Thomas Merton (1915-1968).

In einer Klostergemeinschaft lebend, international als Denker und Sprecher gefragt. Eine der spirituellen bedeutsamsten Menschen seiner Zeit, der weit über seine eigene Religionszugehörigkeit blickte. Der all das aber nur sein konnte, indem er auch in lange Phasen als Eremit in einer einsamen Hütte lebte.  Und sich danach sehnte, diese Phasen immer länger werden zu lassen.

„Wie kann der Wind etwas sagen, wenn niemand zuhört? Es gibt noch ein tieferes Schweigen das Schweigen, in dem der Hörer zum Nichthörer wird. Wer ist dieser Nichthörer? Auf diese Frage gibt es keine Antwort auf der Ebene der Vernunft. Die einzige Antwort ist das Hören selbst. Das angemessene Klima für solches Hören ist die Einsamkeit.“ (aus „Thoughts in Solitude“)

Mit seiner Selbstbiografie „Der Berg des sieben Stufen“, die er bereits mit 33 Jahren schrieb, ist er berühmt geworden.

Eine gute Einführung in Mertons Gedanken gibt „Ein Tor zum Himmel ist überall“ mit einem Vorwort von Dalai Lama, in dem dieser unter anderem über Merton schreibt: „Sein Horizont was sehr, sehr breit. (…) Die Wirkung der Begegnung mit ihm wird anhalten bis zu meinem letzten Atemzug.“

In der Biographie „Thomas Merton: Der geerdete Visionär“ von Michael W. Higgins finden sich die Eckdaten seines Lebens, die seine spirituellen und persönlichen Botschaften noch etwas klarer machen.

 

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Therapeutic Touch in der Onkologie

Von Vera Bartholomay | 19.Dezember 2016

Therapeutic Touch und deren Effektivität im onkologischen Bereich: Eine Literaturanalyse

Buchempfehlung: Monika Seiringer – Therapeutic Touch und deren Effektivität im onkologischen Bereich. Eine Literaturanalyse. Diplomica Verlag, 2015. 39,99 EUR

Monika Seiringer ist diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin in Österreich. In ihrer Bachelorarbeit in Pflegewissenschaften hat sie eine Literaturanalyse der bereits vorliegenden Studien über die Anwendung von TT im onkologischen Bereich ausgearbeitet.

Sie hat TT bei verschiedenen Lehrern kennengelernt und die wohltuende Wirkung zuerst am eigenen Körper gespürt. Bei der Suche nach Dokumentationen über die Wirkung im onkologischen Bereich fiel ihr erstens auf, dass die allermeisten Studien auf Englisch sind und zweitens, dass eine gute Übersicht und Vergleich dieser Studien fehlte. Dies hat sie in ihrer Bachelorarbeit nachgeholt.

Die durchschnittlichen Ergebnisse der vielen Studien lassen sich sehen: Der Einsatz von Therapeutic Touch zeigt eine signifikante positive Wirkung im Bereich der Lebensqualität, der Entspannung,  der Schmerzlinderung, der Angstminderung und der Reduzierung der Fatigue.

Für die Zukunft regt Monika Seiringer allerdings an, dass solche Studien noch breiter mit einer größeren Teilnehmerzahl angelegt werden sollten. Und dass mehr Studien auch in Europa durchgeführt werden sollten.

Sie möchte demnächst ihren Master in Pflegewissenschaften machen und auch für ihre Masterarbeit Therapeutic Touch als Thema wählen. Wir sind gespannt darauf!

 

 

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